Das Berliner Unternehmen Germandrones und sein ukrainischer Partner PERUN Precision Works Ukraine haben ihre Zusammenarbeit ausgebaut. Das geht aus einer Pressemitteilung vom 21. November hervor. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate lieferten die Unternehmen mehr als 500 Songbird-Überwachungsdrohnen an die ukrainischen Streitkräfte – inklusive Pilotenausbildung, Wartung und technischem Service. Parallel wird die lokale Produktion in der Ukraine hochgefahren, um Systeme schneller an der Front verfügbar zu machen und Upgrades unmittelbar in den Einsatz zurückspielen zu können.

PERUN übernimmt inzwischen einen Großteil der lokalen Lieferketten sowie die Ausbildung und Wartung der Songbird-Systeme. Die Teams beider Unternehmen arbeiten eng mit den ukrainischen Einheiten zusammen, um Feedback aus dem Einsatz in technische Verbesserungen zu überführen. Dadurch können notwendige Anpassungen an Hard- und Software schneller vorgenommen und direkt an die Truppen ausgeliefert werden.

Die Ingenieure von Germandrones und die Teams von PERUN arbeiten eng mit den ukrainischen Streitkräften zusammen, um betriebsbezogenes Feedback in technischen Verbesserungen umzusetzen. v.l._Cornelius Toussaint, Igor Savuliak, Dr. Klaus Scho (Foto: Germandrones)

Technische Optimierungen und neue Fähigkeiten

Zu den laufenden Verbesserungen zählen optimierte Kommunikations- und Navigationssysteme, eine erhöhte Flugreichweite sowie Software-Updates, die die Bedienung unter Gefechtsbedingungen erleichtern. Die Weiterentwicklungen werden zwischen Deutschland und der Ukraine abgestimmt, getestet und anschließend an die Einheiten ausgeliefert.

Zusätzlich zum Songbird-Programm arbeiten Germandrones und PERUN an der lokal gefertigten FPV-Drohne Phoenix. Mehrere ukrainische Einheiten haben das System bereits erfolgreich erprobt. Die passenden Wirkkörper liefert Ragnarök LLC – ein Joint Venture zwischen Germandrones und dem ukrainischen Unternehmer Andrey Lutsky. Im Rahmen der Partnerschaft sind zudem Interceptor-Systeme sowie eine perspektivische Ausstattung für NATO-Staaten geplant.

Die Phoenix K1 trägt Nutzlasten von bis zu 3,5 Kilogramm und erreicht eine Reichweite von bis zu 30 Kilometern. Die Drohne verfügt über KI-gestützte Zielerfassung und Zielverfolgung. Derzeit laufen Maßnahmen zum Ausbau der Produktionskapazitäten; geplant sind Fertigungsstätten, die monatlich bis zu 10.000 Einheiten herstellen können.

ck