Bei der feierlichen Verleihung des Medienpreises Luft- und Raumfahrt 2025 sind in Oberpfaffenhofen sechs Journalistinnen und Journalisten für Beiträge geehrt worden, die die Bedeutung moderner Berichterstattung über Luft- und Raumfahrt zeigen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) vom 14. November hervor. Der Preis ist mit 18.000 Euro dotiert und wurde in vier Kategorien vergeben: Luftfahrt, Raumfahrt, Nachwuchs sowie Lokal- und Regionaljournalismus. Eine unabhängige Jury wählte die Siegerinnen und Sieger aus einer Rekordzahl an Einreichungen.
Auszeichnungen in vier Kategorien
In der Kategorie Luftfahrt wurde Florian Guckelsberger (Deutschlandfunk) für seine Hörfunk-Reportage über die Auswirkungen des Drohnenkriegs ausgezeichnet. Sein Beitrag vermittelt, wie sich akustischer Terror auf Soldaten und Zivilisten auswirkt.
Der Preis in der Kategorie Raumfahrt ging an Fabian Wolf (ARTE) für seine Dokumentation über die Sonne. Mit emotionalen Bildern und seltenen Originalaufnahmen zeigt der Film sowohl die Faszination des Himmelskörpers als auch seine potenziellen Gefahren. Wolf hob die enge Zusammenarbeit mit Filmschaffenden und Expertinnen und Experten hervor, die das Projekt möglich gemacht haben.
Mit dem Nachwuchs- und Sonderpreis wurden Anna Weiß und Victor Meuche (ZEIT Online) geehrt. Ihr Porträt über die Astronautenfamilie Thiele verbindet persönliche Einblicke mit der Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Forschung.
Der Sonderpreis für Regionaljournalismus wurde zweimal vergeben. Benjamin Weinmann (Schweiz am Wochenende) wurde für seinen Bericht über ein Gewichtsproblem bei der Swiss ausgezeichnet, das einen grundsätzlichen Konflikt zwischen Luxusanspruch und Nachhaltigkeit sichtbar macht. Angela Ursula Lembo-Achtnich (Schweizer Familie) wurde für das Porträt einer jungen Eistänzerin geehrt, die ihren Weg bis zur Raumfahrt findet.
Die Rolle des Journalismus
Rund 100 Gäste aus Medien, Industrie und Wissenschaft nahmen an der Veranstaltung bei der Deutschen Aircraft teil. Zwischen Flugzeugen wurde nicht nur gefeiert, sondern auch über die Rolle von Medien im technologischen Wandel diskutiert. Die Teilnehmenden sprachen über Verantwortung, Einordnung und die Bedeutung fundierter Recherche in einer Zeit wachsender Desinformation.
Marie-Christine von Hahn, Hauptgeschäftsführerin des BDLI, betonte die Relevanz der ausgezeichneten Beiträge für die gesellschaftliche Debatte. Gastgeber Nico Neumann, Geschäftsführer der Deutschen Aircraft, hob hervor, wie sehr Luft- und Raumfahrt auf gute journalistische Vermittlung angewiesen ist.
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