Wie das Verteidigungsministerium in London berichtet, ist am 7. Juli das „Flaggschiff-Hauptquartier“ des „Global Combat Air Programme” (GCAP) in Reading in der Grafschaft Berkshire westlich von London eröffnet worden. Das GCAP ist ein 2022 vereinbartes britisch-italienisch-japanisches Programm zur Entwicklung eines bemannten Überschall-Tarnkappen-Kampfflugzeuges der sechsten Generation innerhalb eines „System of Systems“ von Plattformen, Sensoren und Wirkmitteln. Industrieseitig sind daran BAE Systems, Leonardo S.p.A. und Japan Aircraft Industrial Enhancement Co. Ltd. (JAIEC) beteiligt.
Eröffnet wurde die Einrichtung von der britischen Rüstungsstaatssekretärin Maria Eagle MP. Darin angesiedelt sind die staatliche „GCAP International Government Organisation” (GIGO) sowie ein Gemeinschaftsunternehmen namens „Edgewing”, in dem die drei Industriepartner vertreten sind.

Am selben Tag hat sich per Videokonferenz der britische Verteidigungsminister John Healey MP mit seinen Amtskollegen aus Italien, Guido Crosetto, und Japan, Gen Nakatani, zu GCAP ausgetauscht. Schon das sicherheitspolitische Grundlagendokument „Strategic Defence Review 2025“, so der Ressortchef in London, „erfasste, dass GCAP mehr als militärische Hightech-Fähigkeiten liefern wird. Es unterstützt jetzt schon mehr als 3.500 Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich. Viele Jobs mehr werden folgen, während das Programm sich weiterentwickelt.“ So wurden bereits jetzt aufgrund von GCAP 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze und Praktikantenstellen in Großbritannien geschaffen.
FCAS
Konkurrenzprojekt ist das ebenfalls trilaterale „Future Combat Air System“ (FCAS) der sechsten Generation von Deutschland, Frankreich und Spanien. Die hier beteiligten Unternehmen sind Airbus Defence and Space, Dassault Aviation und Indra Sistemas.
Dr. Gerd Portugall







