Die Europäische Union fördert das Forschungs- und Entwicklungsprojekts STORE (Shared Database for Optronics image Recognition and Evaluation) mit 23,2 Millionen Euro. 21 Unternehmen und Institute aus der EU und Norwegen arbeiten über drei Jahre zusammen, um zwei kritische Herausforderungen für die europäische Verteidigungsgemeinschaft zu bewältigen: die optimale Entwicklung und das Benchmarking von KI-basierten integrierten Bilderkennungssystemen und die Schaffung einer gemeinsamen europäischen Datenbank für kommentierte Verteidigungsbilder. STORE wird kurz- und mittelfristig Schlüssel zur Entdeckung und Erkennung neuer Bedrohungen und zur Bekämpfung ihrer Entwicklung bieten, schreibt die EU.

Der Technologiedemonstrator für das EU-Projekt STORE ist von Hensoldt mit mehreren Sensoren, darunter das Rundumsicht-System SETAS sowie weiteren Kamerasystemen ausgestattet worden für Beobachtung und Aufklärung auf längere Distanz. (Foto: Hensoldt)

Die Messkampagnen

Hensoldt Optronics ist neben Rheinmetall Electronics, einem Fraunhofer Institut und der Universität zu Köln einer von vier Teilnehmern aus Deutschland. Am 8. Mai hat das Unternehmen mitgeteilt, dass die zweite Messkampagne abgeschlossen ist. Ziel der Messkampagne war es Hensoldt zufolge, gemeinsam mit Partnern des STORE-Konsortiums Daten für die Entwicklung von Bildauswertealgorithmen, insbesondere aus dem Bereich künstliche Intelligenz (KI), zu gewinnen. Bereits in einer ersten Messkampagne, im vergangenen Jahr in Fontevraud, Frankreich, wurde im Rahmen des Projekts STORE der Grundstein für eine gemeinsame europäische Datenbank zum Test und Training von KI-Algorithmen gelegt.

An der zweiten Messkampagne im norwegischen Kongsberg haben acht Partner des STORE Konsortiums teilgenommen. Bei schneebedeckter Landschaft konnte die Signatur von Land- und Luftfahrzeugen in verschiedenen Einsatzszenarien aufgezeichnet werden. Hensoldt war mit einem Technologieträgerfahrzeug, ausgestattet mit mehreren Sensorsystemen, u.a. dem Rundumsicht-System SETAS sowie weiteren Kamerasystemen zur Beobachtung und Aufklärung auf längere Distanz, vor Ort. Im nächsten Schritt werden die aufgezeichneten Daten gesichtet und zum Aufbau der Datenbank genutzt.

„Die im Rahmen der Studie gewonnen Erkenntnisse ebnen den Weg, um moderne Algorithmen für die Analyse von Sensordaten zu entwickeln, die den Soldaten unterstützen auch in komplexen Einsatzumgebungen Entscheidungen auf breiter Informationsgrundlage treffen zu können,“ betonte Christina Canitz, Head of Division Optronics bei Hensoldt.

Redaktion / gwh