Nach der Genehmigung durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Bundeswehr mit Diehl Defence einen Rahmenvertrag über bis zu 2,45 Millionen Spreng-/Splitter Handgranaten DM51 mit zugehörigen Handgranatenzündern DM82 abgeschlossen. Der Festbeauftragungsanteil in Höhe von 557.400 Handgranaten soll im Zeitraum 2025 bis 2027 geliefert werden. Dafür hat der Haushaltsausschuss 45,4 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Bundeswehr bewilligt.

Die Standard Handgranate DM51 wiegt in der Splitter-Ausführung 540 Gramm. (Foto: Screenshot „60 Sekunden Bundeswehr“)

Für den Rahmenvertrag, der bis 2031 läuft, wurde kein Finanzrahmen genannt. Eine Hochrechnung aus dem oben genannten Vertragsvolumen ergibt einen weiteren Finanzbedarf von mindestens 155 Millionen Euro.

Die Handgranate DM51 wiegt je nach Ausführung als Splitter- oder Sprenggranate 450 g bzw. 154 g, wovon 60 g auf den Sprengstoff entfallen. Die als Standard-Handgranate der Bundeswehr geltende Munition ist seit 1974 eingeführt. Als letaler Wirkungsradius wird zehn Meter angegeben.

Nach der Liste der Bundesregierung über Waffen und militärische Ausrüstung für die Ukraine hat die Ukraine 100.000 Handgranaten erhalten. Die Handgranaten wurde 2022 übergeben. Aus Presseberichten ist bekannt, dass die Handgranaten vom Typ DM51 sind.

Gerhard Heiming