Seit 2017 hat die NATO aktiv versucht, Multi-Domain Operations (MDO) innerhalb des Bündnisses voranzubringen, mit besonderem Augenmerk auf die sich entwickelnden Sicherheitsfragen in einer vernetzten und schnell ändernden globalen Welt. Die Mitgliedstaaten haben sich auf die besondere Bedeutung von MDO einigen können, aber es gibt kein gemeinsames Projekt, sondern dies wird auf nationaler Ebene verfolgt.

Das heutige Konflikt- und Kriegsbild ist geprägt von multidimensionaler Operationsführung, Multi-Domain Operations.Die fünf Dimensionen in militärischen Konflikten sind die drei klassischen Land, Luft, See und die neuen Cyber- und Informationsraum (CIR) sowie Weltraum. Oft wird Luft und Weltraum gemeinsam betrachtet, jedoch unterscheiden sich beide Dimensionen im militärischen Wirken. Die meisten Nationen nutzen den Weltraum im Gegensatz zu Luft (noch) nicht als Wirkraum, sei es aus technischen oder Kostengründen.

Die Bundeswehr vertritt die Auffassung, dass die Dimensionen den entsprechenden Teilstreitkräften entsprechen. Die Grenze kann jedoch nicht in allen Bereichen so scharf gezogen werden. Joint Operations sind der Grundpfeiler von MDO, was bedeutet, dass Waffensysteme unabhängig ihrer Dimension bzw. Teilstreitkräfte zusammenarbeiten. So werden aus Multi-Domain Operations Cross-Domain Maneuver.

Domainenübergreifende Wirkung in der Gefechtsführung wird zukünftig der Standard werden. (Bild: www.imrmedia.in)

Die Grenzen zwischen operativer und taktischer Ebene verwischen bei MDO aber noch weiter, als dies bei Joint Operations bereits ohnehin der Fall ist. In der Vergangenheit