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Ausrüstung der Streitkräfte in Deutschland und den Partnerstaaten sowie die Unterstützung der Ukraine nennt Rheinmetall als maßgebliche Treiber der Geschäftsentwicklung im 1. Quartal 2024. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, das operative Ergebnis um 60 Prozent auf 134 Millionen Euro. Mit neuen Aufträgen wuchs der Auftragsbestand um 43 Prozent auf 40,2 Milliarden Euro.

Der Anteil des Verteidigungsgeschäfts ist auf zwei Drittel angewachsen.

Die Division Vehicle Systems erzielte – vor allem mit taktischen Fahrzeugen – mit sieben Prozent Steigerung einen Umsatz von 493 Millionen Euro. Das operative Ergebnis sank um 12 Prozent auf 38 Millionen Euro, nach Angabe von Rheinmetall wegen veränderter Auftragsstruktur. Der Auftragsbestand liegt mit 16,9 Millionen Euro um ein Drittel über dem Vorjahreswert. Größter Einzelauftrag ist der Servicevertrag für den Boxer sWaTrgInf.

Die Division Weapon and Ammunition hat den Umsatz – mit 101 Millionen Euro von Rheinmetall Expal Munitions – auf 362 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Genauso sind das operative Ergebnis mit 53 Millionen Euro und der Auftragsbestand mit 6,4 Milliarden Euro auf mehr als das Doppelte gestiegen. Wichtigster Treiber ist Munition insbesondere für die Artillerie.

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Mit Digitalisierung, Infanterieausrüstung, Flugabwehr und Simulation konnte die Division Electronic Solutions beim Umsatz um 26 Prozent auf 287 Millionen Euro zulegen. Das operative Ergebnis nahm um fünf Millionen Euro auf 17 Millionen Euro zu. Mit einer Verfünffachung springt der Auftragseingang auf 1,8 Milliarden Euro und der Auftragsbestand auf 5,8 Milliarden Euro. Als Gründe nennt Rheinmetall das NNbS und den Skyranger.

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Artilleriemunition und Luftverteidigungssysteme gehörten bei Rheinmetall im 1. Quartal zu den größten Treibern. (Fotos: Rheinmetall)

Der Umsatz der auf zivilen Märkten tätigen Division Power Systems stagnierte bei 541 Millionen Euro. Dessen ungeachtet konnte das operative Ergebnis um 29 Prozent auf 31 Millionen Euro wachsen. Mit abnehmenden Auftragseingängen fiel der Auftragsbestand leicht auf 8,5 Millionen Euro. Diese Division ist mit einem Drittel des Konzernumsatzes jetzt die umsatzstärkste Division des Unternehmens.

Auf Basis der Quartalsergebnisse bestätigt Rheinmetall die Jahresprognose, nach der der Umsatz um mehr als ein Drittel in die Größenordnung von zehn Milliarden Euro ansteigen soll. Auch beim Ergebnis erwartet Rheinmetall einen Zuwachs auf etwa 1,5 Milliarden Euro und damit erstmals oberhalb der Ein-Milliarden Euro-Marke.

Redaktion / gwh