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Nach Billigung durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages kann die Bundeswehr einen Rahmenvertrag über bis zu 191.000 Sprechsätze mit Gehörschutz (SMG) abschließen. In einer ersten Bestellung sollen 30.000 Sprechsätze inklusive Anschlusskabeln zur Lieferung noch in diesem Jahr bestellt werden. Um die Mindestabnahmemenge zu erfüllen, ist eine zweite Bestellung für die Lieferung weiterer 30.000 SMG für das Jahr 2025 vorgesehen. Der Finanzaufwand wurde mit 145,6 Millionen Euro angegeben und soll aus dem Sondervermögen getragen werden.

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Die Bundeswehr will alle militärischen Angehörigen mit Sprechsätzen mit Gehörschutz ausstatten. (Foto: Bundeswehr Schulz)

Die Bundeswehr will im Projekt SMG insgesamt 203.000 SMG beschaffen. Ungeachtet der Kritik des Bundesrechnungshofes will die Bundeswehr allen Soldaten auch im abgesessenen Einsatz Zugang zu flächendeckender Kommunikation zu verschaffen. Dies bedeute im Kampf Überlegenheit und sichere unter Umständen auch das Überleben. Analog zur Vollausstattung mit Gefechtshelmen, Rucksacksystemen, Kampfbekleidung, MOBAST usw. soll in Zukunft jeder Soldat mit einer Hör-Sprechgarnitur ausgestattet werden.

Im Rahmen von Zwischenlösungen hat die Bundeswehr bereits über 15.000 SMG beschafft.

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Die SMG sollen in drei unterschiedlichen Sätzen beschafft werden: Sprechsatz mit Gehörschutzfunktion ohne Push-to-talk-Taste (PTT), mit PTT für Soldatenfunk oder mit PTT für Führungsfunk. Später soll optional eine Ergänzung mit drahtlosem PTT (WPTT) erfolgen.

Als Hauptauftragnehmer ist Rheinmetall Electronics vorgesehen, die als Unterauftragnehmer 3M Deutschland für das Headset (ComTac VIII) und CEOTronics für die PTT beteiligen wird.

Gerhard Heiming