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Interview mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang

ES&T: Als vor 40 Jahren die Heiligen Stätten in Mekka gestürmt wurden, war das einer der Geburtsstunden des islamistischen Terrorismus. Hat diese Form des Terrorismus nach dem militärischen Ende des Islamischen Staates (IS) in Syrien an Schwung verloren?

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, mit seinem Vorgesetzten, dem Bundesinnenminister, Horst Seehofer (Foto: BMI)

Haldenwang: Auch wenn der IS sein Territorium in Syrien/Irak verloren hat, so existiert weiterhin ein virtuelles Kalifat. Der IS fordert seine Anhänger in seiner Internetpropaganda auf, Anschläge in ihren Heimatländern zu verüben. Hinzu kommt, dass das aktuelle Phänomen der islamistisch-terroristischen Einzeltäter eine solche Organisation auch nicht mehr zwingend benötigt. Insoweit ist zu befürchten, dass diese Form des Terrorismus nach einer Konsolidierungsphase wieder Schwung aufnehmen und sich neue Bahnen suchen könnte.

ES&T: Wie stark sind die terroristischen Zellen in Deutschland noch?

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