Interview mit Magnus Espelund, Leiter Strategie der Business Unit Ground Combat bei SAAB Dynamics AB

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ES&T: Mit der Fokussierung vieler Streitkräfte auf die Landes- und Bündnisverteidigung rückt auch die Thematik der Panzerabwehr aller Truppen in den Vordergrund. Wie bewerten Sie die aktuelle Lage rund um die Entwicklung moderner Kampfpanzer?

Espelund: Dies ist nur ein Teil unserer Wahrnehmung. Wir beobachten, dass Panzer zunehmend in komplexen Umgebungen, wie beispielsweise einem urbanen Umfeld, eingesetzt werden, um den Einsatz abgesessener Kräfte zu unterstützen.

So sehen wir in Konflikten wie beispielsweise in Syrien Panzer vorrücken und auf Gebäude feuern, in denen sich feindliche Kräfte befinden. Panzer zerstören mühelos ganze Gebäude  und bieten so den eigenen Kräften die Möglichkeit und den Schutz, vorrücken zu können. Wer in solchen Szenarien über keine effektive Panzerabwehrwaffe verfügt, muss viel Zeit und Energie dafür aufwenden, andere Lösungen zu finden.

Die Kombination aus dieser Taktik, Kampfpanzer einzusetzen, und der zunehmenden geopolitischen Instabilität führt dazu, dass viele europäische Nationen jetzt nach einer Lösung suchen, um das Gleichgewicht zugunsten des eigenen Handelns zu verschieben. Für viele Nationen liegt der Fokus jetzt nicht mehr vordergründig auf internationalen Missionen (beispielsweise Irak oder Afghanistan), sondern gleichberechtigt auch auf der Landes- und Bündnisverteidigung. 

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