THEON hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert und bestätigt seine Jahresziele. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 35,4 Prozent auf 248,7 Mio. Euro, der Auftragseingang legte um 38,5 Prozent auf 232,5 Mio. Euro zu. Die bereinigte EBIT-Marge blieb mit 26,2 Prozent auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig wuchs der Soft Backlog auf rund 1,46 Mrd. Euro und sichert nach Unternehmensangaben die Auslastung für die kommenden Jahre.
Das Unternehmen sieht sich weiterhin von der hohen Nachfrage nach Nachtsichtgeräten sowie ISR-Systemen (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance) getragen. Hinzu kommen Aufträge aus dem Bundeswehrprogramm „Infanterist der Zukunft“ (IdZ) sowie ein Auftrag für Fahrzeug-Wahrnehmungssysteme von Kappa Optronics für mehrere hundert gepanzerte Fahrzeuge eines EU-Staates.
Expansion in Drohnen, ISR und KI
Parallel zum Kerngeschäft treibt THEON den Ausbau seines Portfolios konsequent voran. Auf der Eurosatory 2026 präsentierte das Unternehmen neue Produkte für Soldatensysteme, ISR-Anwendungen, elektrooptische Nutzlasten und Drohnentechnologien. Zudem vereinbarte THEON mit Safran Electronics & Defence die Gründung eines Joint Ventures zur Entwicklung elektrooptischer und infraroter Sensorsysteme für unbemannte Luftfahrzeuge.
Mit der geplanten Übernahme des französischen Gimbal-Herstellers MERIO sowie des Infrarotspezialisten HGH erweitert THEON sein Angebot um KI-gestützte Bildverarbeitung und Technologien zur Drohnenabwehr. Ergänzend investierte das Unternehmen drei Millionen US-Dollar in das US-KI-Unternehmen Twin Prime. Nach Angaben von THEON wächst der adressierbare Markt dadurch auf nahezu acht Milliarden Euro und umfasst künftig neben Soldatensystemen auch ISR-, Drohnen-, Counter-UAS- und KI-Anwendungen.
Firmengründer und CEO Christian Hadjiminas sieht THEON damit an der Spitze eines neuen Marktes, der durch das Zusammenwachsen von Sensorik, Künstlicher Intelligenz, autonomen Systemen, ISR-Technologien und der Modernisierung von Soldatensystemen entsteht. Das Unternehmen hält an seinem Ziel fest, den Umsatz bis 2029 auf eine Milliarde Euro zu steigern.
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