Die Bundeswehr hat erneut bei der griechischen Theon International Wärmebildzielgeräte bestellt. Nach der Billigung durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 5. November hat das BAAINBw nun einen mehrjährigen Rahmenvertrag mit Theon International abgeschlossen, wie das Unternehmen am 26. November berichtet hat.

In einer ersten Festbestellung wurde die Lieferung von 6.000 Gerätesätzen mit einem Beschaffungswert von rund 100 Millionen Euro vereinbart. Der Vertrag enthält Optionen über weitere 19.000 Sätze. Das sei die bislang größte Beschaffung solcher Wärmebildzielgeräte innerhalb der Europäischen Union, schreibt Theon und für das Unternehmen der bislang größte Auftrag für dieses Produkt.

Die Bundeswehr erhält bis zu 25.000 Sätze Wärmebildgeräte mittlerer Reichweite für den abgesessenen Einsatz. (Foto: Theon)

Endmontage in Deutschland

Nach Information des BAAINBw wird das Wärmebildgerät vom Typ Thermis MK2 MR geliefert. Das Gerät kann als Vorsatzvisier auf Waffen oder als tragbare Wärmebildkamera genutzt werden. Es erkennt Wärmestrahlung, die z.B. von Lebewesen, Motoren oder anderen erwärmten Objekten abgegeben wird. Mit einer Batterieladung (zwei AA) hält das Gerät mehr als acht Stunden durch. Laut Beschaffungsvorlage haben die Geräte eine mittlere Reichweite und sind insbesondere für abgesessene Kräfte vorgesehen. Die Wärmebildzielgeräte erhöhen den Kampfwert der leichten Maschinengewehre MG4 sowie der Sturmgewehre G95A1 und G36.

Die Systeme sollen in den Theon-Werken in Wetzlar endmontiert werden. Dies stehe im Einklang mit dem kontinuierlichen Ausbau von Produktkapazitäten in Deutschland. Theon hat in den letzten Jahren in vier deutsche Unternehmen investiert.

„Unsere bewährte Expertise in der Nachtsichttechnologie erstreckt sich nun auch auf modernste Wärmebildtechnologie. Beide Technologien sind in unserer A.R.M.E.D.-Produktfamilie kombiniert. Dank unserer kontinuierlich wachsenden Produktionskapazitäten in Griechenland und Deutschland können wir zuverlässig liefern und die steigende Nachfrage bedienen“, sagte Philippe Mennicken, stellvertretender CEO und Leiter Business Development Theon International.

gwh