Mit der DSEI Germany soll Deutschland ab 2027 eine neue internationale Leitmesse für Verteidigungs- und Sicherheitspolitik erhalten. Wie die Veranstalter am 12. März mitgeteilt haben, wird die Messe vom 9. bis 12. März 2027 auf dem Messegelände Hannover stattfinden und sich inhaltlich auf das Thema „Securing Europe: Advancing defence capability and strategic cooperation“ konzentrieren.
Die Veranstaltung soll Vertreter aus Politik, Militär, Industrie und Forschung aus Europa, der NATO und Partnerstaaten zusammenbringen. Ziel ist es, Diskussionen über Abschreckung, Beschaffung, Interoperabilität und industrielle Kapazitäten zu fördern – vor dem Hintergrund der veränderten sicherheitspolitischen Lage in Europa.
Rheinmetall, Hensoldt und Diehl haben bereits zugesagt
Nach Angaben der Veranstalter wird die Messe die gesamte Wertschöpfungskette der Verteidigungsindustrie abbilden, von Zulieferern bis zu großen Systemhäusern. Neben etablierten Unternehmen wie Rheinmetall, Hensoldt oder Diehl Defence sollen auch neue Akteure ihre Technologien und Konzepte präsentieren. Thematische Ausstellungsbereiche orientieren sich an den Domänen Land, Luft & Weltraum, See, Cyber & Information sowie Joint Support.
Ein eigener Bereich mit dem Titel „Industrial Solutions“ richtet sich zudem an Unternehmen aus dem deutschen Automobil- und Fertigungssektor, die zunehmend in den Verteidigungsmarkt einsteigen. Auch der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) und seine Mitgliedsunternehmen sollen auf der Messe präsent sein.
Als zentrale Plattform für Verteidigung und Sicherheit geplant
Begleitend zur Ausstellung ist eine hochrangige sicherheitspolitische Konferenz geplant. Sie soll aktuelle Herausforderungen für NATO und europäische Sicherheitsstrukturen behandeln und drei Schwerpunkte setzen: die gemeinsame Abschreckung und militärische Zusammenarbeit Europas, den Ausbau industrieller Kapazitäten und resilienter Lieferketten sowie Investitionen in Schlüsseltechnologien zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit.
Bernd Kögel, Geschäftsführer der DSEI Germany, erklärte, die Messe solle eine zentrale Plattform für Verteidigungs- und Sicherheitsthemen in Deutschland werden und die Rolle des Landes innerhalb der europäischen Verteidigungsarchitektur unterstreichen.
Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius sieht in der Veranstaltung eine Möglichkeit, Deutschlands wehrtechnische Fähigkeiten und industrielle Kompetenz international sichtbarer zu machen. Die „Zeitenwende“ erfordere neben sicherheitspolitischen Anpassungen auch eine stärkere Förderung technologischer und industrieller Kapazitäten, so Pistorius.
Die DSEI Germany wird in Partnerschaft mit der Deutsche Messe AG organisiert und soll künftig regelmäßig auf dem Messegelände in Hannover stattfinden. Ziel ist es, eine der größeren Veranstaltungen im internationalen Messekalender der Verteidigungsindustrie zu etablieren.
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