Die erste in Deutschland hergestellte Mehrzweckdrohne Linza 3.0 wurde am 13. Februar am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz in einer feierlichen Zeremonie von Quantum Frontline Industries (QFI) an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj übergeben. Schirmherr bei der Übergabe war Verteidigungsminister Boris Pistorius, der die Gründung des Joint Ventures QFI durch die Unternehmen Quantum Systems und Frontline und die Produktion der Linza 3.0 unterstützt hat. Darüber hat Quantum Systems am 13. Februar informiert.

Mehrzweckdrohne Linza 3.0 in der Ukraine

Linza 3.0, die erste in Deutschland produzierte ukrainische Drohne, wurde kürzlich von Frontline Robotics vorgestellt. Es handelt sich Quantum Systems zufolge um die neueste Generation der Mehrzweckdrohne, von der bereits mehr als 60 Einheiten bei den ukrainischen Streitkräften im Einsatz sind. Die Drohne ist mit einem KI-fähigen visuell-inertialen Navigationsmodul ausgestattet, verfügt über einen 12-Zoll-Rahmen und kann bis zu vier Kilogramm Nutzlast über eine Entfernung von bis zu 15 Kilometer transportieren, wobei sie bis zu 60 Minuten in der Luft bleiben kann.

In den Werkshallen von QFI soll innerhalb eines Jahres die Großserienfertigung von 10.000 Drohnen für die ukrainischen Streitkräfte in Deutschland aufgebaut werden. Nach der Ankündigung im Dezember 2025 hat die Produktion in der Anfangsphase begonnen. Quantum Frontline Industries wird seine Produktionskapazitäten automatisieren, um die Nachfrage aus der Ukraine zu befriedigen, und plant eine weitere Skalierung, um ukrainische Technologie in Europa anzubieten.

Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Verteidigungsminister Boris Pistorius halten die Linza 3.0, umgeben von der Führungsmannschaften der beteiligten Unternehmen. (Foto: Quantums Systems)
Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Verteidigungsminister Boris Pistorius halten die Linza 3.0, umgeben von der Führungsmannschaften der beteiligten Unternehmen. (Foto: Quantums Systems)

Großserienproduktion nach kurzer Anlaufzeit

Präsident Zelenskyy dankte den Menschen in Deutschland für die Unterstützung der Ukraine seit Beginn des Krieges. „Ihre Solidarität bedeutet uns sehr viel“, sagte Zelenskyy an die Mitarbeiter von QFI gewandt. „Ich möchte auch beiden Unternehmen gratulieren und sagen, wie stolz ich auf die wichtige Arbeit bin, die sie leisten.“

Pistorius hob die Unterstützung und Partnerschaft Deutschlands mit der Ukraine hervor und brachte seine Dankbarkeit für dieses Projekt zum Ausdruck, das mit Lichtgeschwindigkeit umgesetzt worden sei. „Wir lernen aus den Erfolgen auf dem Schlachtfeld und profitieren von den Spillover-Effekten bei den genutzten Innovationen.“

„Quantum Frontline Industries hat nur zwei Monate nach der Ankündigung mit der Produktion begonnen. QFI ist das erste Unternehmen seiner Art, aber es wird nicht das letzte sein. Wir sind stolz darauf, ein Vorzeigeunternehmen für die ukrainisch-deutsche Industriekooperation zu sein und die Streitkräfte der Ukraine mit der besten Technologie beider Länder zu unterstützen“, sagte Matthias Lehna, Geschäftsführer von QFI.

Gerhard Heiming