Das Mitteldeutsche Institut für Sicherheitsindustrie (MISI) und das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE haben in einer Kooperationsvereinbarung die Grundlagen ihr zukünftigen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Verteidigungs- und Sicherheitsforschung skizziert. Die Vereinbarung haben der Vorsitzende des MISI, Generalmajor a. D. Markus Kurczyk, und der stellvertretende Institutsleiter des Fraunhofer FKIE, Prof. Dr. Christoph Igel, in Leipzig unterzeichnet.

Das FKIE hat am 7. Januar mitgeteilt, dass der Schwerpunkt der Zusammenarbeit auf Dual-Use-Technologien wie Drohnensystemen, Notstromlösungen und mobiler Medizintechnik liegt. Hinzu kommen Bereiche kritischer Infrastruktur, u. a. Kommunikationsnetze, Straßen-, Schienen- und Logistiksysteme oder Versorgung. Geplant seien außerdem der Aufbau von Informations- und Innovationsnetzwerken aus Industrie, Forschung und Politik in der Region, so das FKIE. „Wir bringen unsere Expertise in der angewandten Sicherheits- und Verteidigungsforschung gezielt in die Zusammenarbeit ein“, erklärte Igel. „»Im Verbund mit Industrie und weiteren Akteuren können wir Technologien entwickeln, die sowohl sicherheitsrelevant als auch zivil nutzbar sind – insbesondere dort, wo es um den Schutz und die Resilienz kritischer Infrastrukturen geht.“
Fraunhofer FKIE und MISI wollen dazu gemeinsame Austausch-, Analyse- und Feedbackformate für Wissenschaft und Wirtschaft schaffen.
„Mit der Kooperation schaffen wir eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und konkreten industriellen Bedarfen“, sagte Kurczyk. »Gerade bei Dual-Use-Technologien und kritischen Infrastrukturen braucht es verlässliche Partnerschaften. Ziel ist es, Forschung schnell in anwendbare Lösungen zu überführen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken.“
In der Zusammenarbeit sollen Möglichkeiten der Wissenschaft und die Bedarfe der mitteldeutschen Industrie ermittelt und zusammengeführt werden.
Mit MISI und FKIE treffen ein Youngster und ein Traditionsinstitut aufeinander. MISI ist erst im November 2025 gegründet worden. Auf Initiative des Leipziger Bundestagsabgeordnete Jens Lehmann (CDU) war MISI als Plattform gegründet worden, die Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Behörden und Beschaffungsstellen zusammenführen und Dual-Use-Potenziale sowie regionale Zulieferketten systematisch erschließen soll. Demgegenüber forscht das FKIE und seine Vorgänger-Institute seit 60 Jahren mit dem heutigen Fokus auf „Software Defined Defence“ und „Landbasierte Operationen“.
www.FKIE.Fraunhofer.de www.MISI-EV.de
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