Nach der Information des Parlaments durch Staatssekretär Gijs Tuinman hat das niederländische Verteidigungsministerium mit Thales Nederland einen Rahmenvertrag über die Lieferung einer neuen SOTAS-Infrastruktur (Secure, Open, Tactical and Autonomous Systems) abgeschlossen. Darüber hat das Ministerium am 23. Dezember 2025 informiert.
Vernetzung von Fahrzeugen, Waffensystemen und Einheiten
Den Angaben zufolge sind die vorhandenen Ressourcen teilweise veraltet und nicht ausreichend auf die künftige Bedrohungslage ausgerichtet. Die Modernisierung der Kommunikationsausrüstung ermögliche eine verbesserte Zusammenarbeit und sichere Kommunikation. Dies sei nicht nur innerhalb des Verteidigungsministeriums und mit nationalen Partnern, sondern auch international notwendig als Voraussetzung für die Kommunikation mit NATO-Verbündeten.
Die neue IT-Infrastruktur ermöglicht die Vernetzung innerhalb und zwischen Fahrzeugen sowie zwischen Militärpersonal und Waffensystemen. Dadurch wird der Informationsaustausch zwischen den Einheiten optimiert. Bestehende Ausrüstung wird zudem weiterentwickelt.

„Plattform-IT-Infrastruktur“ als Baustein von Foxtrot
Der Rahmenvertrag ist Teil des mehrjährigen Foxtrot-Programms der niederländischen Streitkräfte für die Digitalisierung und Modernisierung der Kommunikation. Im Zuge des Programms werden rund 8.000 Fahrzeuge, 3.500 Militärangehörige, 135 Schiffe und 170 Luftfahrzeuge mit moderner taktischer Kommunikationsausrüstung und IT-Infrastruktur ausgestattet.
Foxtrot wird in Form von Bausteinen realisiert. Der Baustein „Militärische Übertragung“ stellt moderne Funksysteme für Fahrzeuge und Militärpersonal bereit. Der Baustein „Plattform-IT-Infrastruktur“ umfasst das taktische Netzwerk und die Server in den Fahrzeugen. Zusätzlich werden Endgeräte eingesetzt und zivile Übertragungsressourcen wie WLAN, 4G/5G und Satellitenkommunikation integriert.
Die Rahmenvereinbarung bietet dem Verteidigungsministerium eine langfristige und flexible Partnerschaft mit Thales. Dies erhöht die Versorgungssicherheit und ermöglicht eine schnellere Reaktion auf neue operative Anforderungen.
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