Das Joint Venture Rheinmetall ICEYE Space Solutions (RISS) stellt in einem Betreibervertrag ab Oktober 2026 das satellitengestützte Aufklärungsprogramm SPOCK 1 bereit und liefert zunächst der Panzerbrigade 45 in Litauen täglich Aufklärungsbilder von der NATO-Ostflanke.
KI-Auswertung für SPOCK 1
Um die große Menge an Informationen in den Synthetic Aperture Radar (SAR)-Bildern schnell und zuverlässig auswerten zu können, werden auch KI-Methoden genutzt. Jetzt ist Rheinmetall mit dem polnischen Spezialisten SATIM Monitoring Satelitarny eine strategische Zusammenarbeit eingegangen, wie die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung am 22. Dezember bekannt gegeben haben.
SATIM soll im Rahmen des Vertrages KI-Fähigkeiten liefern, mit denen sich große Mengen komplexer Radarbilder in verwertbare Informationen umwandeln lassen. SATIM bringt seine Technologie als Lieferant innerhalb der Europäischen Union ein, wobei Rheinmetall das System unabhängig in Deutschland betreibt.

Effektive Lösung zur Unterstützung der Verteidigungsfähigkeiten
„Unsere Partnerschaft mit SATIM stärkt unsere Fähigkeiten und unsere Präsenz in einem zunehmend digitalen und vernetzten Gefechtsraum. Damit ist sie ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Umsetzung der Strategie von Rheinmetall. Durch die Kombination unserer Expertise und Technologien bieten wir unseren Kunden die Basis für schnellere, datengestützte Entscheidungen und ein überlegenes Situationsbewusstsein“, sagte Timo Haas, CEO der Rheinmetall Electronics GmbH.
„Der Vertrag zwischen SATIM und Rheinmetall verbindet die Agilität und Innovationskraft eines Deep-Tech-Start-ups mit der Größe und Missionserfahrung eines globalen Verteidigungsunternehmens“, sagte Jacek Strzelczyk, CEO von SATIM. „Gemeinsam werden wir effektive Lösungen liefern, die die nationalen Sicherheitsprioritäten Deutschlands unterstützen und die Verteidigungsfähigkeiten der Alliierten stärken. Dieser Meilenstein zeigt die Reife unserer Technologie und ihre Übereinstimmung mit den ISR-Anforderungen Deutschlands“, so Strzelczyk weiter.
Der Technologie-Liefervertrag vereine Rheinmetalls Systemintegrationskompetenz und etablierte Position auf dem deutschen Verteidigungsmarkt mit SATIMs KI-basierten Datenanalysefähigkeiten, schreibt Rheinmetall. Die Zusammenarbeit soll das Situationsbewusstsein verbessern, fundierte Entscheidungen unterstützen und zeitnahe operative Reaktionen in einem komplexen und sich ständig verändernden Sicherheitsumfeld ermöglichen.
gwh









