Der russische Konzern Kalaschnikow hat eine Variante seines gurtgeladenen leichten Maschinengewehrs RPL im Kaliber 7,62 mm x 39 entwickelt. Die Waffe trägt die Bezeichnung RPL-7 und dient zur Bekämpfung von Infanteriezielen, feindlichen Stellungen und ungepanzerten Fahrzeugen.

Das RPL-7 verschießt die M43-Patrone mit Stahlkerngeschoss (57-N-231) sowie die Leuchtspurmunition T-45 bzw. T-45M. Die Waffe verfügt über zahlreiche Befestigungsschienen zur Aufnahme von Optiken und weiterem Zubehör, eine klappbare anpassbare Schulterstütze sowie ein verstellbares klappbares Zweibein. Der Sicherungshebel lässt sich beidseitig bedienen, der Spannschieber befindet sich auf der rechten Waffenseite. Die Visierreichweite wird mit 800 Metern angegeben, das Leergewicht soll bei unter 5500 Gramm liegen, die Waffenlänge bei unter 1.100 mm. Die Gurttasche nimmt Gurte mit 80 Patronen auf.

Kalaschnikow hatte erstmals im Sommer 2020 sein RPL-20 vorgestellt. Die Abkürzung RP bedeutet Rutschnoi Pulemjot (Hand-Maschinengewehr), die 20 weist auf das Entwicklungsjahr 2020 hin. „L“ steht entgegen der bisherigen russischen Bezeichnungslogik nicht für den Anfangsbuchstaben des Nachnamens des Konstrukteurs (wie „D“ für Dagtjarowa in RPD oder „K“ für Kalschnikowa in RPK), sondern für „Lenta“, also Gurt.
Jan-P. Weisswange







