
Zwei Polizeihubschrauber H145 in Rheinland-Pfalz in Dienst gestellt
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer und sein Innenminister Michael Ebling, beide SPD, haben am 22. August zwei Mehrzweckhubschrauber Airbus H145 D3 für die Polizei in Dienst gestellt. Bei einer Übung am Rhein in Mainz demonstrierten die Polizei-Piloten u.a. die Fähigkeiten der Neuerwerbungen.
„Die Polizei ist das Rückgrat der inneren Sicherheit. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass die Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag für uns ihren Dienst verrichten, gut ausgestattet sind, ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft“, erklärte Ministerpräsident Alexander Schweitzer anlässlich der Indienststellung der Hubschrauber. „Wir investieren 36 Millionen Euro in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Mit den beiden neuen Hubschraubern ist Rheinland-Pfalz technisch auf dem neuesten Stand“, so Schweitzer weiter.

Im Juli 2022 hatte Rheinland-Pfalz zwei leichte Mehrzweckhubschrauber H145 D3 bestellt, um die aktuell genutzten Hubschrauber des Typs EC135 zu ersetzen (ESuT berichtete). Bei der Ahrflutkatastrophe ein Jahr zuvor waren die jetzt beschafften Fähigkeiten für Rettungseinsätze mit Seilwinde schmerzlich vermisst worden.
Stationiert sind die Maschinen bei der Polizeihubschrauberstaffel auf dem Flugplatz Winningen bei Koblenz, schreibt das Innenministerium. Die neuen Hubschrauber vom Typ Airbus H145 gehören zur „Vier-Tonnen-Klasse“, was sich auf das maximale Abfluggewicht bezieht und verfügen über fünf Rotorblätter. Eine Konsequenz daraus ist eine höhere Zuladung von rund einer Tonne. Dank zwei Turbinen mit je 660 kW Leistung beträgt die Fluggeschwindigkeit bis zu 280 km/h. Mit einer Tankfüllung können sie über drei Stunden in der Luft bleiben und bis zu 650 Kilometer zurücklegen.
„Neben einem breiten Spektrum an polizeilichen Aufgaben sind die beiden neuen Hubschrauber auch weiterhin für die Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden aus der Luft einsetzbar. Die entsprechenden Außenlastbehälter sind mit einem Fassungsvermögen von über 800 Litern nahezu doppelt zu groß wie bislang. Neu hinzu kommt die Möglichkeit der Personenrettung mittels Rettungswinde“, erklärte Innenminister Michael Ebling.
Für den Einsatz der Rettungswinde gibt es Elbling zufolge ein eigenes Aus- und Fortbildungsprogramm sowie eine Kooperation mit Höhenrettern der Berufsfeuerwehr Koblenz. Um für übliche Ausfallzeiten, wie bei erforderlichen technischen Prüfungen, gerüstet zu sein, habe das Land noch eine dritte Rettungswinde beschafft. Der Einsatz der Winden gehöre zu den komplexesten und anspruchsvollsten fliegerischen Verfahren. „In den nächsten Wochen wird fleißig trainiert, die beiden neuen Hubschrauber werden im täglichen Einsatz sein“, so Elbling.
Redaktion / gwh








