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Bei MTU Maintenance in Hannover stand V2500-Triebwerk, das die Airbus A320neo und Embraer C-390 antriebt, mit nachhaltigem Flugkraftstoff auf dem Prüfstand. Das Triebwerk wird von der International Aero Engines AG (IAE), einem Konsortium aus Pratt & Whitney, einem Unternehmen der RTX, Pratt & Whitney Aero Engines International GmbH, Japanese Aero Engines Corporation und MTU Aero Engines AG hergestellt und u.a. bei MTU Maintenance gewartet.

Bei dem Test hat das Triebwerk der IAE zufolge beim Betrieb mit 100 Prozent nachhaltigem Treibstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAFR) bewiesen, dass es zuverlässig betrieben werden kann bei einer Kraftstoff-Einsparung von drei Prozent. Zum Einsatz kam HEFA-SPK (Hydroprocessed Esters and Fatty Acids Synthetic Paraffinic Kerosine), das durch Entschwefelung (Hydrotreating) von erneuerbaren Rohstoffen wie Altölen oder Fetten hergestellt wird.

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Wenn das V2500-Triebwerk mit 100 Prozent SAF betrieben wird, ist das ein bedeutender Beitrag zur CO2-Absenkung der Luftfahrt. (Foto: IAE)

Das V2500 sei bereits für den Einsatz mit 50 Prozent SAF Beimischung zu herkömmlichen Jet A- und A1-Kraftstoff zugelassen, schreibt IAE. Das vielseitige Triebwerk für zivile, Fracht- und militärische Plattformen, zeichne sich seit 35 Jahren durch zuverlässige und effiziente Leistung aus.

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„Dieser Test mit 100% SAF zeigt, dass die V2500-Triebwerke auch in den kommenden Jahrzehnten zu einer nachhaltigeren Luftfahrt beitragen können“, sagte Kim Kinsley, Präsident der IAE AG und Vice President Mature Commercial Engines bei Pratt & Whitney. „Mit fast 3.000 Flugzeugen mit V2500-Antrieb, die heute in Betrieb sind, ist sich IAE der wichtigen Rolle bewusst, die wir bei der Unterstützung des Ziels der Branche spielen, bis 2050 Netto-CO2-Emissionen zu erreichen. Wir gehen davon aus, dass die meisten unserer acht IAE-Werkstätten in den nächsten Jahren auf den Einsatz von SAF in ihrem Betrieb vorbereitet sein werden.“

„Die MTU Maintenance Hannover ist der erste Instandhaltungsbetrieb weltweit, der einen 100 Prozent-SAF-Test an einem V2500 durchgeführt hat“, sagte Michael Schreyögg, Chief Program Officer, MTU Aero Engines. „Dieser Test unterstreicht unser Engagement für eine stärkere Nutzung von SAF in unserem gesamten Netzwerk und in der gesamten Branche. Wir werden weiterhin mit der IAE, unseren Zulieferern und Partnern zusammenarbeiten, um nicht nur sicherzustellen, dass unsere Produkte SAF-fähig sind, sondern auch, dass unsere Wartungs-, Reparatur- und Überholungsinfrastruktur alle Betreiber und Eigentümer bei ihren SAF-Testanforderungen unterstützen kann.“

Redaktion / gwh