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Die EU fördert über den Europäischen Verteidigungsfonds EEF das Projekt CONVOY (ClOud iNtelligent explosiVe detectiOn sYstem) zur Detektion von improvisierten Sprengkörpern. Das über vier Jahre laufende Projekt mit Studien und Prototypenbau wird mit fünf Millionen Euro gefördert. Das europäische Konsortium mit neun Unternehmen/Instituten aus fünf EU-Mitgliedsstaaten wird von dem spanischen Technologiekonzern GMV koordiniert. Aus Deutschland nehmen Airbus Defence and Space, das IT-Unternehmen Eviden und ein Institut der Fraunhofer Gesellschaft sowie deutsche Anteile von GMV teil.

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Mithilfe elektronischer Sensoren und KI sollen mit Einsatz von unbemannten Luft- und Bodenfahrzeugen improvisierte Sprengkörper entdeckt, erkannt und unschädlich gemacht werden. (Grafik: GMV)

Im Rahmen des CONVOY-Projekts werden Sensortechnologien zur Aufdeckung und Erkennung versteckter Bedrohungen, einschließlich improvisierter Sprengsätze (IEDs) und Landminen, kombiniert, schreibt die EU im CONVOY-Factsheet. Die Kombination von intelligenten Robotern, Drohnen und Sensortechnologien werde taktische Cloud-Infrastrukturen nutzen und künstliche Intelligenz erforschen, um versteckte Bedrohungen zu entdecken, zu erkennen und zu vermeiden oder zu neutralisieren.

CONVOY konzentriere sich auf die Erkennung von improvisierten Sprengsätzen unter Verwendung von Drohnen und unbemannten Bodenfahrzeugen, die mit verschiedenen Arten von Sensoren ausgestattet sind und künstliche Intelligenz und Cloud-Technologie einsetzen, schreibt GMV in einer Pressemitteilung.

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Demnach zeichnet CONVOY sich durch einen Multisensor- und Multiplattform-Ansatz aus: Es kombiniere acht verschiedene Sensortechnologien: Ground penetrating Radar (GPR), Metalldetektor, autonome UGV-Sensoren, Terrahertz-Sensor, Light Detection and Ranging (LIDAR), IR-Lasersensor, Quantenmagnet und EO/IR-Kamera. Die Sensoren sollen in einem Netzwerk verschiedener Plattformen auf dem Gefechtsfeld eingesetzt werden, darunter zwei unbemannte Luftfahrtsysteme, ein mittleres und fünf kleine unbemannte Bodensysteme sowie ein bemanntes Bodenfahrzeug.

Das System wird auch alle von diesem Sensornetz gesammelten Informationen integrieren, wobei künstliche Intelligenz für die Informationsfusion eingesetzt wird. Künstliche Intelligenz wird auch für die Missionsplanung und das Tasking der Plattform verwendet.