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Eigenen Pressemitteilungen zufolge nutzte Israel Shipyards die IMDEX in Singapur (eine zweijährlich stattfindende Ausstellung maritimer Fähigkeiten, auf der sich 69 Länder repräsentieren), um sein neuestes Produkt, das Design des OPV (Offshore Patrol Vessel) 45, vorzustellen.

OPV 45 soll ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten abdecken: sowohl paramilitärische als auch HLS-Aufgaben (Homeland Security – Landesverteidigung). Je nach Missionsanforderung soll es konfiguriert werden können, um entweder als OPV oder als Fast Patrol Craft (FPC) zu fungieren. Damit soll es sich für Patrouillen- und Überwachungsfunktionen auf hoher See, zum Schutz von Einrichtungen (wie beispielsweise Förder- bzw. Bohranlagen, Windparks) und Wirtschaftszonen ebenso eignen wie zur Terrorismusbekämpfung, Anti-Schmuggeloperationen und weiter zum Verbringen von Spezialkräften. Das 45,7 Meter lange Boot soll eine Dauerhöchstgeschwindigkeit von 24 Knoten erreichen können. OPV 45 kann ein RHIB (7,2 m Länge) mitführen, das, via einer Aufnahmebucht im Achterschiff, ohne Kran ausgebracht und eingeholt werden kann. An Deck können bis zu zwei 20-Fuß-Container aufgestellt werden, die für verschiedene Einsätze bestückt werden können, um so die unterschiedlichen Einsatzoptionen zu ermöglichen. Besatzung von 16 bis 24 sowie Aufnahmemöglichkeit für bis zu 24 zusätzliche Personen (vorstellbar für Spezialkräfte oder im SAR (Search and Rescue)-Fall).

Sensorausstattung und Bewaffnung wurden nicht detailliert. Im Modell wurde ein Artilleriegeschütz ähnlich zum dem auf der Shaldag MK V-Klasse verbauten „Typhoon“ (ein automatisches, ferngesteuertes, vollstabilisiertes 23/25 mm Geschütz) verwendet.

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Israel Shipyards demonstriert, dass das Unternehmen dieses Marktsegment besetzen möchte. Das OPV 45 ist zwischen dem Shaldag-Schnellboot und der Sa’ar-Korvette (von der auch ein 62-Meter-OPV-Derivat existiert), anderen Einheiten der Werft, anzusiedeln.

Hans Uwe Mergener