Mit dem miFAP Manpack erweitert RUAG seine Produktfamilie um eine ultramobile Kommunikationslösung, die eine durchgängig sichere und interoperable Sprach- und Datenübertragung bei technisch komplexen, multinationalen Einsätzen garantiert. Das Herzstück der miFAP-Familie bildet der Tactical Access Node (TAN), der bislang inkompatible Systeme und Signale konsolidiert.

Während bisher verlegbare Transportkisten und teilmobile Containerlösungen im Einsatz waren, schließt der auf der Fachmesse AFCEA in Bonn erstmals präsentierte Manpack die Lücke hin zu höchster Mobilität.

Das fünf Kilogramm leichte miFAP Manpack kann als hochmobiler Kommunikationsknoten Sprach- und Datenübertragung mit unterschiedlichen Technologien ermöglichen. (© RUAG)

Voll funktionsfähiger Prototyp

Das System wiegt weniger als fünf Kilogramm und besteht aus bewährten TAN-Komponenten, die in einem gehärteten Koffer untergebracht und mit einem Rugged Laptop verbunden sind. Über vier analoge und zwei Ethernet-Anschlüsse können bis zu sechs Funkgeräte gleichzeitig in einem gemeinsamen Sprach- und Datenverbund betrieben werden. Der voll funktionsfähige Prototyp wird aktuell als Minimum Viable Product eingesetzt.

Die Bundeswehr erhält miFAP in 14 mobilen Containersystemen. (© RUAG)

Manpack kann vorhandene Ausstattungen ergänzen

Die Bundeswehr, die für ihre multinationalen Einsätze bereits stark auf miFAP-Produkte setzt und bis Ende 2026 insgesamt 14 mobile Containersysteme von RUAG erhalten soll, hat den Manpack-Prototyp jüngst mit Unterstützung des Herstellers bei der NATO-Übung CWIX in Polen erfolgreich im multinationalen Verbund getestet. Die dort sowie bei der AFCEA gesammelten positiven Rückmeldungen und Erkenntnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung des Systems ein, um Kommunikationsbarrieren im Einsatzfeld künftig noch flexibler zu überwinden.

Gerhard Heiming