Die im April 2024 angekündigte Fusion der Fraunhofer-Institute für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) und für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT) wird zum 1. Januar vollzogen. Die Themen „Innovationsforschung und Technologie-Vorausschau“ sowie „Nukleare und Elektromagnetische Effekte“ werden in zwei neuen Abteilungen des FKIE wahrgenommen. Damit übernimmt das FKIE auch die Geschäftsstelle SPACE der Fraunhofer-Gesellschaft.
Technologien, die dringend für die Landes- und Bündnisverteidigung benötigt werden, müssen fortwährend erforscht, entwickelt, gemeinsam erprobt und in Produkte und Services überführt werden, schreibt das FKIE. Hier sei vor allem die angewandte Forschung und Innovation an der Seite von Bundeswehr, BOS und Industrie gefragt, für die das Fraunhofer FKIE seit mehr als 60 Jahren stehe.

Abteilung »Innovationsforschung und Technologievorausschau« (INT)
Die Abteilung »Innovationsforschung und Technologievorausschau« (INT) ergänzt das Portfolio um technologische Zukunftsanalyse, Technologievorausschau und Innovationsmanagement. Sie übernimmt dabei die Rolle eines „Fernlichts“. Ein herausragendes Beispiel dieser Arbeit ist die „Wehrtechnische Vorausschau“ mit der kontinuierlichen Analyse aktueller Technologietrends für die Forschungs- und Technologieplanung des BMVg.
Abteilung »Nukleare und Elektromagnetische Effekte« (NE)
Die Abteilung »Nukleare und Elektromagnetische Effekte« (NE) widmet sich der theoretischen und experimentellen Erforschung der Auswirkungen ionisierender und elektromagnetischer Strahlung auf elektronische Bauteile und Systeme zum Beispiel an Satellitenkomponenten sowie deren Detektion. Darüber hinaus untersucht die Abteilung innovative Schutz- und Abwehrmethoden, beispielsweise wie unbemannte Flugsysteme gezielt durch elektromagnetische Strahlung abgewehrt werden können.
Geschäftsstelle „Space“
Die Geschäftsstelle koordiniert das Thema „Space“ für die gesamte Fraunhofer-Gesellschaft. Es ist Anlaufstelle für alle raumfahrtbezogene Anfragen von Industrie, Wissenschaft, Behörden und der Bundeswehr. Im Netzwerk sind 35 Fraunhofer-Institute mit Kompetenzen aus Sensorik, Optik, Kommunikation, Materialien, Energie bis hin zu Schutz und Sicherheit.
„Diese Themen fügen sich nahtlos und komplementär in das Spektrum des Fraunhofer FKIE ein. Unser Auftrag ist und bleibt es, Technologien und Prozesse zu entwickeln, um existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen, zu minimieren und beherrschbar zu machen. Wir stehen hierbei fest an der Seite des Verteidigers«, so Prof. Dr. Peter Martini, Institutsleiter des Fraunhofer FKIE. Das Institut deckt damit sämtliche Domänen der Verteidigung und Sicherheit ab – zu Land, in der Luft, zur See, unter Wasser, im Cyberspace oder im Weltall.
Forschung und Entwicklung in elf Abteilungen
Dank nunmehr elf Abteilungen mit unterschiedlichen, sich ergänzenden Kernkompetenzen und Standorten in Wachtberg, Bonn und Euskirchen sowie Projektbüros in Leipzig, Mittweida und Aachen ist das Institut fachlich ab sofort noch breiter aufgestellt und liefert systemische Lösungen zur Unterstützung der gesamtstaatlichen Verteidigung und Sicherheit.
Jede dieser Abteilungen betreibt Forschung und Entwicklung auf dem hohen wissenschaftlichen Niveau, für das der Name Fraunhofer steht, schreibt das FKIE. Mit Kompetenz in der Breite und Exzellenz im Detail stelle sich das Institut den aktuellen wissenschaftlich-technologischen Herausforderungen in den drängenden, verteidigungs- und sicherheitsbezogenen Fragestellungen unserer Zeit.
gwh










