Vor wenigen Tagen hat der Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte (KSK) erstmals das neue Sonderabzeichen „Aufklärungssoldat Spezialkräfte Heer“ verliehen.
Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie erhielten mehrere Soldatinnen und Soldaten des KSK, die die fordernde und anspruchsvolle Ausbildung abgeschlossen haben, das neu geschaffene Abzeichen.

Das Abzeichen ähnelt dem Sonderabzeichen „Kommandosoldat“ und wird wie dieses an einer Lederlasche befestigt zum Dienst- und Feldanzug getragen. Es zeigt ebenso ein stehendes silbernes Schwert im goldenen Eichenlaubkranz auf grünem Untergrund. Hinter dem Schwert sind allerdings nicht die Eichenlaubblätter abgebildet, sondern eine Eule im Jagdflug kurz vor dem Zupacken. Das Abzeichen symbolisiert auf diese Weise außergewöhnliche Fähigkeiten in der Aufklärung strategisch relevanter Ziele – eine der wesentlichen Aufgaben von Spezialkräften.

Zum Ablauf der Ausbildung „Aufklärungssoldat Spezialkräfte Heer“ teilte das KSK folgendes mit: Das Potentialfeststellungsverfahren Aufklärungssoldat ist in drei Blöcke aufgeteilt. Im ersten Block wird die physische und psychische Belastbarkeit durch Computertests und Sporttests festgestellt.
Der zweite Block umfasst einen 12-wöchigen Auswahllehrgang, in dem das technische Verständnis, die Aufklärungsfähigkeit und das Kommunikationsverhalten der Probanden und Probandinnen getestet werden. Darüber hinaus wird die körperliche Leistungsfähigkeit trainiert und abgeprüft. Im dritten Block findet das Abschlusstestverfahren statt, das unter anderem Prüfungen im Gelände umfasst. Hierbei wird die Marschfestigkeit und die Fähigkeit zum kognitiven Denken unter höchster mentaler und körperlicher Belastung intensiv evaluiert.

Die Männer und Frauen, die alle Blöcke erfolgreich absolvieren, beginnen anschließend mit der Grundlagen- und Basisausbildung. Die Gesamtdauer der Ausbildung beträgt 14 Monate und wird nach Bestehen mit der Verleihung des Abzeichens abgeschlossen.
Jan-Phillipp Weisswange







