
„Bundeswehr und Industrie brauchen eine verlässliche und kontinuierliche Finanzierung!“
Interview mit Michael Schöllhorn, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI).
Strategische Aspekte dürfen bei dem Fähigkeitsaufwuchs der deutschen Streitkräfte nicht außer Acht gelassen werden, fordert Michael Schöllhorn, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI).
Sehr geehrter Herr Schöllhorn, was sind die Schwerpunkte der ILA 24? Wie sieht Ihr grundlegendes Konzept aus?
Die ILA 2024 ist die größte Luft- und Raumfahrtmesse in der EU in diesem Jahr. Sie bringt die weltweite Luft- und Raum- fahrt in der Mitte Europas zusammen. Dabei fokussieren wir uns auf fünf Bereiche: zivile Luftfahrt, Raumfahrt, Verteidigung, Zulieferer sowie „Advanced Air Mobility“, also das unbemannte Fliegen.
„Innovation, neue Technologie, Nachhaltigkeit“: Das ist der konzeptionelle Dreiklang der ILA. Hier gibt es die neuesten Ideen zu erleben, wie wir den Weg zum klimaneutralen Fliegen schaffen und wie die Mobilität der Zukunft aussehen wird.
Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist eine der wenigen Branchen, in denen Europa (noch) weltweit führend ist. Europa muss diese Technologieführerschaft weiter gestalten und damit den Weg für eine nachhaltige Zukunft der Luft- und Raumfahrt ebnen. Dazu gehören der klimaneutrale Luft- verkehr der Zukunft, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie, die Erforschung des Weltraums als Garant für unseren modernen Lebensstil, die Sicherheit in Europa und die Verteidigungsfähigkeit des Kontinents. Um genau diese Themen geht es auf der ILA. Die Besucherinnen und Besucher werden dies anhand vieler Fluggeräte erfahren können, am Himmel und am Boden. Und auch bei den Diskussionen in den Hallen bietet kaum eine Messe ein so breit gefächertes Bühnenprogramm mit so vielen Fachleuten im Gespräch.

Gibt es eine „neue ILA“ oder ist sie wie vor der COVID-Zeit?
Es geht uns auf der ILA immer darum, die Zukunft der Luft- und Raumfahrt zu präsentieren und neue Ideen zu diskutieren. Deswegen entwickelt sich die ILA ständig weiter. Sie wird dieses Jahr größer, vielfältiger und internationaler sein als zuletzt. Erwartet werden 600 Aussteller aus 30 Ländern, darunter die Ukraine, Israel und, erstmals auf der ILA, das neue NATO-Mitglied Finnland.
Auch werden wir ein attraktives Flugprogramm bieten. Das ist nicht ganz einfach, weil sich die Vorführungen in den laufenden Betrieb des Flughafens BER einfügen müssen, aber wir haben täglich vier Zeitfenster für unser Flying Display. Kurzum: Da wird einiges zu erleben sein.
Neu ist zum Beispiel der Defence Park, auf dem Bundeswehr und Industrie sich über die Schulter schauen lassen: Wie werden die Flugzeuge und Helikopter eigentlich gewartet und einsatzbereit gehalten? Und wir haben erstmals den „Talent Hub“ vor Ort, der Nachwuchskräfte direkt und ziel- gerichtet mit den ausstellenden potenziellen Arbeitgebern in Austausch bringt. Über 600 Fachkräfte sind schon für unsere „Talent Tours“ angemeldet.
Außerdem konnten wir mit dem Berlin Aviation Summit am Tag vor der ILA ein international bedeutsames Forum etablieren, bei dem führende Persönlichkeiten aus der inter- nationalen Industrie, Politik, Forschung und Wissenschaft zusammenkommen. Dort diskutieren wir, wie wir auf dem gemeinsamen Weg zu einer nachhaltigen Luftfahrt weitere Fortschritte machen.
Wie ist das Verhältnis zwischen dem zivilen und dem militärischen Anteil?
Beide Bereiche sind stark vertreten. Unser Motto „Pioneering Aerospace“ trifft auf beide Bereiche zu, denn viele Technologien sind ja sowohl zivil wie auch militärisch bedeutsam. Auch muss man wissen, dass die Branche den größten Teil ihres Umsatzes in der zivilen Luftfahrt erwirtschaftet. Zugleich hat Sicherheit und Verteidigung mit der „Zeitenwende“ im Zuge der russischen Aggression gegen die Ukraine zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung wieder die Bedeutung erlangt, die sie verdient. Wie wir dieser Tage zudem auch im Nahen Osten sehen: Unsere Sicherheit ist fragil und wir müssen in der Lage sein, mit den Herausforderungen unserer Zeit umzugehen. Die Bundeswehr ist der größte Einzelausteller auf der ILA, und das Interesse an militärischen Themen wächst. Wir als Industrie zeigen auf der ILA, wie wir die Streitkräfte dabei unterstützen, ihre Aufgabe zu erfüllen.
Klimaneutrales Fliegen: Wo stehen wir?
Damit Fliegen auch in Zukunft Menschen verbinden kann, arbeiten wir gemeinsam daran, die Auswirkungen des Luftverkehrs auf Umwelt und Mensch zu minimieren. Das langfristige Ziel: Fliegen soll klimaneutral werden. Und dabei so erschwinglich sein, dass möglichst viele Menschen die enormen Vorteile des Fliegens nutzen können.
Durch eine Kombination von Maßnahmen und technologischen Fortschritten ist die Luftfahrt schon heute umweltverträglicher als noch vor wenigen Jahren. Dazu haben effizientere Antriebssysteme erheblich beigetragen und nun müssen alternative Kraftstoffe – Sustainable Aviation Fuels (SAF) – zusätzliche CO2-Einsparungen ermöglichen. Bis 2050 soll die Luftfahrt unter dem Strich klimaneutral sein. Das ist noch ein weiter Weg, aber wenn alle Beteiligten zusammenwirken, ist das zu schaffen. Was genau die nächsten Schritte sind, ist ein zentrales Thema der ILA.
Wie sieht der weitere Weg aus?
Auf dem Weg zu mehr Klimaschutz stehen drei Aspekte besonders im Fokus: Treibstoffeffizienz, nachhaltige Treibstoffe und alternative Antriebstechnologien.
Unsere neuen Flugzeugmodelle sind bereits bis zu 25 Prozent treibstoffeffizienter als die Modelle, die sie ersetzen. Und wir sehen weitere Potenziale zur Steigerung der Effizienz. Auf der ILA werden die Hersteller ihre aktuellen Fortschritte in diesem Bereich präsentieren. Dazu gehören leichtere Materialien und aerodynamische Verbesserungen, die dazu beitragen, den Treibstoffverbrauch von Flugzeugen und dadurch den Emissionsausstoß zu reduzieren. Auch neuartige Design-Ansätze tragen zur Senkung der Emissionen bei – zum Beispiel bei der Gestaltung der Flügel. Diese brechen die bisherigen Konventionen auf und ermöglichen dadurch einen effizienteren Verbrauch. Was die Treibstoffe selbst anbetrifft, so werden Flugzeuge bis- her vor allem mit fossilem Kerosin betrieben. Schritt für Schritt wird Kerosin nun durch nachhaltigere Alternativen ersetzt. Weltweit wird an der Entwicklung und dem Produktionshochlauf von SAF gearbeitet, die aus nichtfossilen Rohstoffen gewonnen werden. Das ist ein enorm vielversprechender Ansatz, für den aber der Hochlauf der Produktion deutlich beschleunigt werden muss.
Gleichzeitig erwarten wir technologische Quantensprünge bei den Antriebstechnologien. Bis 2035 will Airbus das erste mit Wasserstoff betriebene Passagierflugzeug auf den Markt bringen. Hinzu kommt die Elektrifizierung von Antrieben. Diese spielen besonders beim nachhaltigen Ausbau von regionalem und lokalem Luftverkehr eine entscheidende Rolle. Anstelle von Verbrennungsmotoren werden hierfür Elektromotoren entwickelt, die wahlweise mit Batterien oder Brennstoffzellen betrieben werden können. Im Optimalfall können entsprechende Flugzeuge Klimaneutralität und eine drastische Reduzierung anderer klimaschädlicher Effekte durch Stickstoffe (NOx) oder Zirren (Kondensstreifen) im Flugbetrieb gewährleisten.
Wichtige Voraussetzungen für die zunehmende Nutzung von synthetischen SAFs sowie für die Elektrifizierung sind die Verfügbarkeit hoher Mengen erneuerbarer Energien sowie der rasche Ausbau der Produktionskapazitäten und der Infrastruktur an den Flughäfen.
Ist die Zukunft der ILA gesichert?
Ich kann so viel sagen: Alle Zeichen stehen auf Grün. Der BDLI als Markeninhaber der ILA hat starke, engagierte Partner, die langfristig zusammenarbeiten wollen: die Messe Berlin, den Flughafen BER und die Landesregierungen Berlin und Brandenburg. Insbesondere die politische Unterstützung ist entscheidend, und ich bin froh, dass Anfang April beide Länder in einer gemeinsamen Kabinettssitzung beschlossen haben, die ILA bis 2030 ausrichten zu wollen. Alle fünf Partner haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet und so Verlässlichkeit geschaffen. Das sind gute Voraussetzungen nicht nur für den Wachstums- und Technologiestandort Berlin-Brandenburg, sondern für unsere Branche in ganz Deutschland.

Die ILA 2024 findet am Tag der Europa-Wahl statt. Welchen Stellenwert hat europäische Souveränität für Sie?
Sie ist unsere Top-Priorität. Europa steht vor großen Herausforderungen in der Sicherheitspolitik, im Klimaschutz, in der Wettbewerbsfähigkeit. Nur ein Europa, das zusammenhält und seine Handlungsfähigkeit ausbaut, wird diese Aufgaben meistern. Dafür wollen wir auf der ILA ein Zeichen setzen. Denn die Luft- und Raumfahrt ist so europäisch verfasst wie keine andere Industrie. Sie braucht ein starkes Europa und trägt zu einem starken Europa bei.
Es freut uns daher sehr, dass wir die Europäische Kommission wieder als strategischen Partner der ILA gewinnen konnten. Auf der Messe selbst wird sie erstmals mit vier Generaldirektionen vertreten sein, die unsere gemeinsamen Ziele abbilden: Mobilität und Verkehr, Verteidigungsindustrie und Weltraum, Forschung und Innovation, Klimaschutz.
Die Bundeswehr ist der größte Einzelaussteller. Wie entwickelt sich die Zusammenarbeit der Branche mit den deutschen Streitkräften? Wo wünschen Sie sich Verbesserungen?
Bundeswehr und Industrie haben ein gutes Verhältnis, das von jahrzehntelanger, gemeinsamer Zusammenarbeit gekennzeichnet ist. In der Luft- und Raumfahrtindustrie haben wir ein klares Bild davon, was die Soldatinnen und Soldaten von uns erwarten, und unsere Produkte versetzen die Bundeswehr in die Lage, ihren Auftrag zu erfüllen. Dazu gehört auch, dass wir dazu beitragen, das Leben unserer Soldatinnen und Soldaten zu schützen. Wie gut das Verhältnis ist, werden Sie auf der ILA erleben können, etwa im Defence Park und bei der hochgeschätzten Präsenz der Luftwaffe.
Verbesserungsmöglichkeiten sehe ich eher mit Blick auf die Rahmenbedingungen, welche die Politik setzt. Die Industrie braucht mehr Planbarkeit. Sie leistet erhebliche Vorinvestitionen, darf aber nicht einfach auf Gutdünken produzieren: Rechtliche Voraussetzung für die Produktion oder Lagerung von sogenannten Kriegswaffen wie zum Beispiel einem Eurofighter ist eine Genehmigung; die Industrie braucht entweder einen Auftrag der Bundeswehr oder eine Exporterlaubnis der Bundesregierung. Wir sind also auf einen verlässlichen politischen Rahmen angewiesen.
Noch ist ungewiss, wie sich der Verteidigungshaushalt in der kommenden Legislaturperiode entwickelt. Dann wird das Sondervermögen aufgebraucht sein, und ohne eine signifikante Anhebung der regulären Investitionen in Verteidigung würde Deutschland wieder weit hinter das in der NATO vereinbarte Zwei-Prozent-Ziel zurückfallen. Schlimmer: Bereits im Jahr 2025 würden nur noch bereits erteilte Aufträge abgearbeitet und keine neuen mehr erteilt werden können. Hier gibt es also dringenden Handlungsbedarf im Sinne der Verteidigungsfähigkeit und des Wohls des Landes! Nach Jahrzehnten des Sparens und Kürzens brauchen Bundeswehr und Industrie eine verlässliche und kontinuierliche Finanzierung, um die entstandenen Lücken sukzessive zu schließen.
Nicht zuletzt sage ich als Vertreter der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, dass wir uns davor hüten sollten, einen zu großen Anteil unserer Verteidigungsausgaben aus Europa herausfließen zu lassen. Derzeit werden 80 Prozent des EU- weiten Verteidigungsbudgets außerhalb der EU ausgegeben, vor allem in den USA und in Israel. Da geht es nicht nur um Arbeitsplätze, Wertschöpfung und technologische Innovationskraft, sondern auch um strategische Aspekte wie die Fähigkeit zur Vernetzung und Datenhoheit. Und bei den Fähigkeiten der Luftwaffe, die nicht aus deutscher Produktion stammen, sollte die Fähigkeit zur Instandhaltung, Reparatur und Weiterentwicklung immer im strategischen Zugriff der Bundesregierung bleiben.
Welche Bedeutung kommt der Fortführung des Eurofighter-Programmes bei?
Das Eurofighter-Programm bildet das Rückgrat europäischer Industrie für die Produktion modernster Militärflugzeuge. In Deutschland hängen 25.000, europaweit sogar 100.000 Arbeitsplätze davon ab. Die Produktion des Eurofighter in Deutschland läuft jedoch nach jetzigem Planungsstand im Jahr 2030 mit der Lieferung der letzten Tranche 4-Maschine für die Bundes- wehr aus, für die Zulieferer bereits drei Jahre früher. Das heißt, dass sich Zulieferer in den nächsten zwölf Monaten entscheiden werden, ob sie weiter auf die militärische Luftfahrt setzen. Da das zukünftige europäische Luftkampfsystem FCAS ab 2040 einsatzbereit sein soll, bestünde ohne weitere Eurofighter-Aufträge eine Lücke von mehr als zehn Jahren für die heimische Industrie.
Ohne eine baldige Folgebeauftragung, der sogenannten Tranche 5, durch die Bundesregierung würde somit das Ende des militärischen Kampfflugzeugbaus in Deutschland drohen. Damit verbunden wäre ein entsprechender Verlust von Arbeitsplätzen, Steuereinnahmen und insbesondere von Spitzentechnologien und Kompetenzen unserer Industrie, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden.
Die Luftfahrtindustrie in Deutschland braucht daher eine Beauftragung der Bundesregierung über die Weiterentwicklung des Eurofighters und damit eine Beauftragung für die Produktion weiterer Flugzeuge noch in dieser Legislaturperiode.
Welche anderen militärischen Programme haben für Sie eine herausgehobene Bedeutung?
Alle unsere militärischen Flugzeugprogramme sind für unsere Kunden essenziell, ob Transportflugzeug A400M oder Tankflugzeug MRTT. Hervorheben möchte ich jedoch vor allem FCAS, das Future Combat Air System. FCAS ist ein europäisches Luftkampfsystem, das ab 2040 zur Verfügung stehen soll. Bereits deutlich früher sollen aber Technologieentwicklungen im militärischen und teilweise auch im zivilen Bereich nutzbar sein.
Mit dem FCAS-Programm wollen Deutschland, Frankreich und Spanien die europäische Sicherheitsstruktur stärken. In diesem technologischen Leuchtturmprojekt arbeiten unter anderem Kampfflugzeuge und unbemannte Plattformen intelligent und vernetzt zusammen.
Dieses smarte System der Systeme bewältigt die militärischen Herausforderungen der Zukunft – auf der ILA präsentieren Industrie und Streitkräfte ihre Visionen für das Programm.
Der Weltraum gewinnt auch für die Bundeswehr zunehmend an Relevanz. Im zivilen Bereich wird der Start der Ariane 6 vorbereitet. Wie gut sind wir bei der Raumfahrt aufgestellt?
Auch das wird Thema auf der ILA sein. Im Space Pavilion, den der BDLI mit dem Wirtschaftsministerium, der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) und dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) ausrichtet, können die Besucherinnen und Besucher erleben, welche Rolle Satelliten etwa bei der Datenübertragung, dem Klimaschutz und der Krisenprävention spielen – und mit waschechten Astronauten ins Gespräch kommen. Gezeigt werden etwa die Klimasatelliten EarthCare und Sentinel-2C sowie die von Ihnen genannte neue Trägerrakete Ariane 6, die alle dieses Jahr starten sollen. Die Leistungen der Raumfahrt machen unser vernetztes, digitalisiertes und modernes Leben ja überhaupt erst möglich.
Die deutsche Raumfahrtindustrie ist mit führend bei Entwicklung, Bau und Betrieb von Erdbeobachtungssatelliten. Mit Erdbeobachtung aus dem All werden globale und langfristige Veränderungen der Umwelt ersichtlich und nachvollziehbar. Bei Bedarf können auf objektiven Daten beruhende frühzeitige Ge- genmaßnahmen ergriffen werden. Die Erderwärmung, das Ab- schmelzen der Polkappen oder der Anstieg des Meeresspiegels werden besser analysiert, woraufhin passgenaue Maßnahmen entwickelt werden können. Und natürlich haben die Aufklärungsfähigkeiten der Satelliten auch eine enorme Bedeutung für die Bundeswehr, aber auch für Präzisionslandwirtschaft und viele andere zivile Nutzungen.
Und mit den einmaligen Fähigkeiten gerade der deutschen Industrie bei der Exploration des Weltalls erschließen sich sowohl zivile Nutzungen (Stichwort Weltraum-Ökonomie) als auch in zunehmendem Maße Schutz- und Verteidigungspotenziale für die kritische Infrastruktur im Weltall, also Kommunikation und Navigation auf der Basis von Satelliten.
Was braucht die Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland, um langfristig erfolgreich zu sein?
Wir haben in Deutschland gute Voraussetzungen, auch weil wir aus einer reichen Tradition von Unternehmergeist, Erfindungsreichtum und handwerklichem Geschick schöpfen. Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht auf vergangenen Erfolgen ausruhen, dass wir Neugier und Zukunftsoptimismus nicht verlieren, sondern eine Kultur des „Einfach-Mal-Machen“ fördern.
Was wir brauchen, sind die richtigen Rahmenbedingungen: weniger Bürokratie, schlankere Regulierungen, mehr Verlässlichkeit bei staatlichen Beschaffungs- und Förderprogrammen sowie Investitionen in Bildung, Digitalisierung und Infrastruktur und eine engere Verzahnung der zivilen und militärischen Forschung.
Sehr geehrter Herr Schöllhorn, vielen Dank für die umfangreichen Informationen.
Die Fragen stellte Burghard Lindhorst.










