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Mit dem im Februar 2021 durch den Generalinspekteur der Bundeswehr gebilligten Phasendokument „Fähigkeitslücke und Funktionale Forderung für den Leichten Mehrzweckhubschrauber für die Streitkräfte (LUH SK)“ wurde Teil 2 der Analysephase in diesem Projekt eingeleitet.

Die offizielle Projektbezeichnung „Leichter Mehrzweckhubschrauber“ leitet sich dabei direkt aus der im englichsprachigen Raum für diese Hubschrauberklasse gängigen Bezeichnung „Light Utility Helicopter“ (LUH) ab. Aus derselben Abkürzung wird dann im deutschen (militärischen) Sprachgebrauch oftmals der „Leichte Unterstützungshubschrauber“. Im vorliegenden Projekt LUH SK ist die synonyme Verwendung der Begriffe Mehrzweck- bzw. Unterstützungshubschrauber unproblematisch.

Sachstand

Das Projekt LUH SK zielt gemäß der vorliegenden Fähigkeitslücke und Funktionale Forderung (FFF) im Schwerpunkt darauf ab, die Aus- und Weiterbildung von Hubschrauberführern der drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine zukünftig sicherzustellen. In diesem Bereich besteht eine Fähigkeitslücke, die bislang durch Übergangslösungen wie der Anmietung von Hubschraubern verringert werden musste. In diesem Sinne bemisst sich der in der FFF dokumentierte Bedarf in erster Linie an dem Fehl an Aus- und Weiterbildungsflugstunden und damit erst in zweiter Linie an damit einhergehendem fehlendem Material.

Der Leichte Unterstützungshubschrauber für die Streitkräfte – Sachstand und Planungen
Schulungshubschrauber EC 135 beim Schwebeflug (Foto: Bundeswehr)

Die fliegerische (Grund-)Ausbildung der Hubschrauberführer der Bundeswehr (Hubschrauberführergrundausbildung, HGA) war seit Ende der 1990er Jahre in inhaltliche und zeitlich aufeinander folgende Stufen gegliedert. Dabei reicht die didaktische Spanne vom Vermitteln des fliegerischen Gefühls für den Hubschrauberflug in Stufe I bis zur Einweisung in den Nachttiefflug in Stufe III. Entsprechende Ausbildungsmittel stehen zur Verfügung. Die Weiterbildung hin zu den jeweiligen Einsatzmustern findet für die Hubschrauberführer, die die HGA erfolgreich durchlaufen haben, grundsätzlich in den Verbänden auf ihrem zukünftigen Waffensystem (WaSys) statt. Die letztgenannte Phase im Werdegang zukünftiger Hubschrauberführer hat sich vor allem im letzten Jahrzehnt aus mehreren Gründen als kritisch erwiesen: Zunächst konnten neu eingeführte WaSys nur verzögert ihre volle logistische Verfügbarkeit erreichen (insbesondere Tiger und NH90).

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