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Das Pentagon vergab am 9. März drei Aufträge für die Entwicklung kleiner, verlegbarer Kernreaktoren zur Energieversorgung von US-Truppen im Ausland. Die drei beauftragten Firmen sollen in zwei Jahren ihre fertigen Entwürfe vorlegen.

Anschließend könnte eine der Firmen mit der Entwicklung eines Prototyps beauftragt werden. Anvisiert werden sogenannte Mikroreaktoren der 1 bis 5 Megawatt-Klasse mit einem Gewicht unter vierzig Tonnen. Sie sollen Einsatzstützpunkte in Gebieten mit unzureichender Elektrizitätsinfrastruktur versorgen. Die Reaktoren sollen im Container per Land (einschließlich Bahn), Luft oder See transportierbar sein und binnen kurzer Zeit vor Ort in Betrieb genommen werden. Das Projekt erhielt die Programmbezeichnung „Pele“.

Der 1.6 MW eVinci Reaktor der Firma Westinghouse ist ein Bewerber im Rahmen des Pele Programms. (Foto: Westinghouse)

Parallel zum Pele-Programm läuft ein zweites Projekt mit dem Ziel, Reaktoren mit 2 bis 20 Megawatt Leistung für den Einsatz auf Stützpunkten in den USA zu entwickeln. Die Erprobung eines Prototyps durch das US-Energieministerium soll 2023 beginnen, gefolgt von der Einsatzerprobung auf einem Militärstützpunkt ca. 2027. Der Einsatz von einem oder zweien solcher Reaktoren auf größeren Stützpunkten soll gewährleisten, dass der Dienstablauf auch im Falle eines Zusammenbruchs ziviler US-Stromnetze – etwa bei einem Cyberangriff – aufrechterhalten wird.

Sidney E. Dean

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