Einer Mitteilung von Thales vom 3. August zufolge hat das niederländische Verteidigungsministerium den Startschuss für die Entwicklung spezialisierter unbemannter Überwasserfahrzeuge (Uncrewed Surface Vessels, USV) gegeben. Jede der neuen Fregatten zur U-Boot-Bekämpfung (ASW) der Königlich Niederländischen Marine werde künftig mit einem zwölf Meter langen USV ausgestattet. Parallel dazu wird die Beschaffung des dafür vorgesehenen FLASH-Tauchsonars von Thales Underwater Systems France finalisiert.
Konsortium „Dutch Naval Design“
Die Konstruktion übernimmt das Konsortium „Dutch Naval Design“ (DND) im Rahmen des Zusammenschlusses „USV Alliance“, in dem das Verteidigungsministerium, die Industrie sowie Forschungseinrichtungen ihre Expertise bündeln, um die neuen Systeme von Beginn an nahtlos in den Schiffsentwurf zu integrieren.
Aufgaben und Ausstattung des USV
Unbemannte Überwassersysteme spielen eine zentrale Rolle in der zukünftigen U-Boot-Jagd. Die Integration des anzupassenden Compact FLASH-Tauchsonars erweitert den Sensorradius der Fregatte erheblich, ohne dass das Mutterschiff seine eigene Position durch aktive Sonarsignale preisgeben muss.
Das FLASH (Folding Light Acoustic System for Helicopters) von Thales ist ein aktives Niedrigfrequenz-Tauchsonar zur U-Boot-Jagd. Es wird an einem Kabel in die Tiefe gelassen, um feindliche U-Boote über große Distanzen präzise aufzuspüren, zu lokalisieren und zu verfolgen – selbst unter schwierigen akustischen Bedingungen im Flach- oder Tiefwasser. Das kompakte System kombiniert hohe Reichweite mit moderner Signalverarbeitung und lässt sich flexibel auf Hubschraubern sowie unbemannten Überwasserfahrzeugen (USV) einsetzen.

Die Königlich Niederländische Marine setzt die USV gezielt für das Aufspüren und Verfolgen feindlicher U-Boote sowie zur Abschreckung in Seegebieten mit hoher U-Boot-Dichte ein. Durch den Einsatz dieser unbemannten Begleitfahrzeuge vergrößern die neuen ASW-Fregatten ihre Reichweite und Reaktionsgeschwindigkeit deutlich, was die operative Leistungsfähigkeit der gesamten maritimen Streitkräfte entscheidend stärkt.
Autor: Gerhard Heiming, Chefredakteur wehrwirtschaft














