Rheinmetall erweitert sein Portfolio um eine 140 Meter lange Lenkflugkörperfregatte. Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Mit der inzwischen zu Rheinmetall gehörenden NVL ist jener Schiffbauer verantwortlich, der gemeinsam mit TKMS für die Fregatte 127 antreten will. Ist die GMF 140 damit ein Gegenentwurf zur MEKO A-400 AMD?

Ein Schiff mit weitreichendem Anspruch

Rheinmetall führt die GMF 140 im offiziellen Produktportfolio, wobei GMF für Guided Missile Frigate steht. Die mehr als 6.000 Tonnen verdrängende Multi-Domain-Plattform soll 64 Strike-Length-VLS-Zellen, AEGIS und wahlweise das CMS330 von Lockheed Martin erhalten. Aus der Grafik ersichtlich beziehungsweise genannt werden außerdem Seezielflugkörper, ein 5-Zoll-Turm (127 Millimeter), Torpedowerfer, elektronische Kampfführung, Nahbereichsschutz, ein Laserwaffensystem – und eine Zwei-Insel-Struktur. Die Geschwindigkeit soll bei 30 Knoten liegen, die Besatzung wird mit 90 plus 35 angegeben.