Am Rande des NATO-Gipfels in Ankara haben Finnland, Norwegen und Lettland eine Absichtserklärung unterzeichnet, um das gepanzerte Kettenfahrzeug Patria TRACKX gemeinsam weiterzuentwickeln und zu beschaffen. Das durch den Europäischen Verteidigungsfonds mitfinanzierte Fahrzeug der nächsten Generation ging aus dem FAMOUS-Programm hervor und ist auf moderne Anforderungen an Schutz und extreme Geländegängigkeit ausgelegt. Die Kooperation regelt den Austausch von Technologien sowie Testergebnissen und schafft die Basis für gemeinsame Beschaffungsprozesse.
Projektvorbild CAVS
Das Vorhaben orientiert sich am erfolgreichen CAVS-Modell (Patria 6×6). Durch harmonisierte Anforderungen und eine geteilte Lebenszyklus-Logistik sollen Lieferungen beschleunigt sowie die Interoperabilität und Versorgungssicherheit der NATO-Partner gestärkt werden. Neben der Eignung für arktische oder extreme Bedingungen ist das reichweitenstarke System mit modernem Lagebild laut Hersteller auch für die Ukraine ideal.

TRACKX auf der Eurosatory
Parallel sichert ein auf der Eurosatory abgeschlossenes finnisch-schwedisches Abkommen zur Vorserienvorbereitung die technologische Entwicklung. Zudem wurde die Kettenfahrzeugplattform TRACKX mit digitalisiertem HSWL 076-Getriebe von Renk präsentiert.
Das Ziel der beteiligten Nationen ist eine gemeinsame Beschaffungsvereinbarung, um ab 2027 mit den nationalen Serienbeschaffungen zu beginnen. Die Initiative gilt als strategisches Schlüsselelement, um alternde Flotten durch moderne All-Terrain-Plattformen zu ersetzen und die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses nachhaltig zu stärken.
Gerhard Heiming













