Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an dem kroatischen Spezialisten für besatzungslose Fahrzeuge, DOK-ING, erfolgreich abgeschlossen. Das haben die beiden Partner am 1. Juli mitgeteilt. Rheinmetall hatte die Übernahme im März angekündigt. Das Unternehmen, dessen Gründer Vjekoslav Majetić weiterhin 49 Prozent der Anteile hält, firmiert künftig unter dem Namen „Rheinmetall Unmanned Vehicles d.o.o.“. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.
Kompetenzzentrum in Kroatien
Durch diesen strategischen Zusammenschluss bündeln beide Partner ihre Kompetenzen: DOK-ING bringt seine Expertise bei besatzungslosen und autonomen Plattformen ein, während Rheinmetall sein Know-how im Bereich taktischer Fahrzeuge sowie verschiedene Funktionsmodule und Ausrüstungssätze für direktes und indirektes Feuer, Aufklärung und Minenarbeit beisteuert. Basis der künftigen Aktivitäten ist die neu entwickelte, schwere Hybrid-Plattform Komodo von DOK-ING, die die beiden Unternehmen auf der Eurosatory präsentiert haben.
Mit dem neuen Kompetenzzentrum in Kroatien strebt Rheinmetall eine starke Marktposition im wachsenden Segment der unbemannten Kampf- und Kampfunterstützungsfahrzeuge an und stärkt gleichzeitig seine Präsenz in einem EU- und NATO-Partnerstaat.
Zukunftsprojekt Wingman
DOK-ING ist bereits international etabliert und hat rund 500 Plattformen in über 40 Staaten ausgeliefert, wobei sich seine Minenräumlösungen aktuell besonders in der Ukraine bewähren. Durch die Partnerschaft bleiben Entwicklung und Kernkompetenzen in Kroatien, während gleichzeitig die Produktionskapazitäten erweitert und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Zu den gemeinsamen Zukunftsprojekten gehört unter anderem das besatzungslose, bewaffnete Unterstützungssystem „Wingman“, das für Aufklärungs- und Feuerunterstützungszwecke im Verbund mit bemannten Kampf- und Schützenpanzern wie dem Panther KF51 eingesetzt werden soll.
Gerhard Heiming


















