Im Rahmen der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung hat Deutschland der Republik Moldau fünf moderne Schützenpanzer vom Typ Piranha 5 geliefert. Wie das BMVg mitgeteilt hat, erfolgte die offizielle Übergabe an die moldauischen Streitkräfte am 17. Juni bei einer feierlichen Zeremonie in der Hauptstadt Chișinău unter Beteiligung des deutschen Botschafters, einer Vertreterin des Bundesministeriums der Verteidigung sowie des Herstellerunternehmens GDELS.

Mit dieser Maßnahme setzt die Bundesrepublik ihre Unterstützung beim Aufbau eines modernen Peacekeeping-Bataillons fort und stärkt gezielt die Verteidigungs- und Krisenreaktionsfähigkeiten des Landes. Moldau ist bereits seit 2018 Partner dieser Initiative, doch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat den sicherheitspolitischen Fokus Deutschlands auf Osteuropa massiv verstärkt, da das Nachbarland erheblichen Auswirkungen und großen Sicherheitsrisiken ausgesetzt ist.

„Wir wissen die wertvolle Unterstützung durch die Bundesrepublik Deutschland sowie die enge Partnerschaft im Verteidigungsbereich sehr zu schätzen. Deren Ergebnisse tragen maßgeblich zur Stärkung und Modernisierung des Verteidigungssektors der Republik Moldau bei“, sagte Moldaus Verteidigungsminister Anatolie Nosatîi.

Eine Vertreterin des BMVg übergibt die Piranha unter Beteiligung des deutschen Botschafters in Moldau sowie des Herstellerunternehmens GDELS. (© Bundeswehr Musico Blanco)

Langjährige Unterstützung Moldaus

Das im Dezember 2022 gestartete Piranha-Projekt zielt auf den nachhaltigen Ausbau der Fähigkeiten der moldauischen mechanisierten Infanterie ab. Ab 2023 hat Moldau – ebenfalls finanziert von Deutschland – 19 Transportfahrzeuge Piranha 3 des Herstellers GDELS aus dänischen Beständen erhalten, die von den zu GDELS gehörenden FWW Fahrzeugwerken technisch überholt wurden.

Nach einer ersten Phase folgt nun die Bereitstellung von Fahrzeugen der neuesten Piranha-5-Generation aus Industriebeständen, die vollständig von der Bundesregierung finanziert werden. Dieser Schritt ermöglicht es Moldau, veraltetes sowjetisches Gerät schrittweise zu ersetzen und die Interoperabilität mit europäischen Partnern spürbar zu verbessern.

Um einen langfristig erfolgreichen Betrieb der Fahrzeugflotte zu gewährleisten, umfasst das Projekt neben der reinen Lieferung auch umfassende Maßnahmen zur Wartung, Instandsetzung und Sicherung der Einsatzbereitschaft.

Die Kooperation basiert auf einem im Jahr 2003 unterzeichneten Militärabkommen, das seither kontinuierlich ausgebaut wurde. Als gemeinsames Instrument von Verteidigungsministerium und Auswärtigem Amt setzt die Ertüchtigungsinitiative auf eine Partnerschaft auf Augenhöhe, um Partnerländer zur selbstständigen Krisenbewältigung nach rechtstaatlichen Standards zu befähigen.

Gerhard Heiming