Mit der Integrated Assembly Line für F-35-Rumpfmittelteile hat Rheinmetall Neuland betreten. Colja Gerken, Senior Vice President und Head of Business Line Air bei Rheinmetall, über industrielle Herausforderungen, transatlantische Lieferketten und den strategischen Wert des Standorts für Deutschland und Europa.

ES&T: Herr Gerken, Rumpfmittelteil der F-35 gilt als eines der komplexesten Bauteile im globalen Luftfahrtbau. Welche industriellen und qualitätssichernden Herausforderungen waren bei der Überführung der Integrated Assembly Line nach Weeze besonders kritisch, und wie wurden sie gelöst?

Blick auf die „Integrated Assembly Line“ (IAL) von Northrop Grumman im kalifornischen Palmdale für die F-35-Rumpfmittelteile.
Foto: Northrop Grumman

Gerken: Um die sehr hohen Anforderungen an die Produktion zu erfüllen, haben wir die Integrated Assembly Line in enger Abstimmung und mit intensivem Support unserer Partner Lockheed Martin und Northrop Grumman aufgebaut. Ein zentraler Erfolgsfaktor war dabei, bewährte Prozesse und Systeme konsequent zu übernehmen und nicht neu zu erfinden. Parallel dazu haben wir großen Wert auf eine sehr detaillierte Qualifizierung unserer Mitarbeitenden gelegt. Nur so lassen sich die geforderten Qualitäts- und Präzisionsstandards dauerhaft sicherstellen.