Das rumänische Verteidigungsministerium hat sich für die Beschaffung zusätzlicher Vector-Aufklärungssysteme von Quantum Systems (QS) entschieden. Die Beschaffung erfolgt über das SAFE-Instrument (Security Action for Europe) der Europäischen Union, das im Mai 2025 ins Leben gerufen wurde, um die europäische Verteidigungsbereitschaft sowie die technologische und industrielle Basis durch Großinvestitionen zu stärken. Dies ist das erste SAFE-finanzierte Projekt für das deutsche Drohnenunternehmen. Über das Finanzvolumen und Stückzahlen machte QS keine Angaben.
„SAFE stellt einen wichtigen Schritt zur Stärkung der europäischen Verteidigungsbereitschaft durch skalierbare Beschaffung und industrielle Zusammenarbeit dar. Wir sind stolz darauf, dass Rumänien Quantum Systems im Rahmen eines der ersten von SAFE unterstützten Projekte ausgewählt hat.“, sagte Martin Karkour, Chief Revenue Officer bei Quantum Systems. Das Projekt zeige zudem, wie schnell einsetzbare europäische Systeme zur von SAFE unterstützten Fähigkeitsentwicklung beitragen können.

Erweiterung der Flotte und lokale Produktion
Der neu unterzeichnete Vertrag erweitert die bestehende Vector-Flotte der rumänischen Streitkräfte und stärkt die QS-Präsenz im Land. Rumänien hatte im Juni 2024 für 18,4 Millionen Euro QS-UAV zur Lieferung bis 2027. Die Systeme werden für taktische Aufklärungs- und Überwachungsmissionen eingesetzt. Laut Rumäniens kommissarischem Verteidigungsminister Radu Miruță ergänzen die neuen Drohnen ein bereits laufendes Co-Produktionsprojekt vor Ort.
Technische Details zum Vector-System
Das System („Vector AI“) ist eine einsatzerprobte, elektrische eVTOL-Aufklärungsdrohne (Senkrechtstarter), die unter anderem seit 2022 in der Ukraine eingesetzt wird. Sie liefert Echtzeit-ISR-Daten (Intelligence, Surveillance, and Reconnaissance) und kombiniert die Flugdauer eines Starrflüglers mit der Flexibilität eines Hubschraubers. Dank integrierter KI und der Software MOSAIC arbeitet das System auch unter komplexen Bedingungen zuverlässig und entlastet die Bediener. Die Hardware kann bei Bedarf flexibel in ein Multicopter-Setup umgebaut werden.
Gerhard Heiming


















