Das Technologieunternehmen INLEAP Photonics hat ein neues, mobiles System zur laserbasierten Drohnenabwehr (C-UAS) entwickelt. Jetzt wurde die firmeneigene INLEAP FASTLIGHT SHIELD Technologie auf ein unbemanntes, geländegängiges Bodenfahrzeug (UGV) integriert, wie das Unternehmen am 27. Mai mitgeteilt hat. Das System entstand in Kooperation mit der Hentschel System GmbH (UGV-Plattform) und dem Defence-Unternehmen STARK (C-UAS-Softwareplattform). Das mitgelieferte Bild zeigt das Drohnenabwehrsystem auf dem UGV Ziesel, das Hentschel in Deutschland vermarktet.

Das laserbasierte Drohnenabwehrsystem FASTLIGHT SHIELD wurde mit dem Ziesel beweglich gemacht und kann so ohne Gefährdung von Personal an die optimalen Einsatzort gebracht werden.
(Foto: INLEAP Photonics)

Schnelle Abwehr ohne Munition und Kollateralschäden

Das kompakte und agile System wurde speziell für dynamische und anspruchsvolle Einsatzlagen entwickelt, in denen mobile Einheiten oder kritische Infrastrukturen geschützt werden müssen. Zum Zielspektrum gehören vor allem: Drohnen der NATO-UAS-Klassen I und II (kleine bis mittlere Drohnensysteme).

Das System arbeitet rein laserbasiert, schreibt INLEAP – also komplett ohne Munitionsverbrauch und ohne das Risiko von Kollateralschäden. Die Abwehr erfolge in weniger als einer Sekunde.

Großes Interesse bei der Bundeswehr

Die Innovation wurde am 12. Mai 2026 auf der Technologieshow des Innovationszentrums der Bundeswehr in Erding präsentiert. Das System erfüllt exakt die Anforderungen der Bundeswehr-Ausschreibung für hochbewegliche C-UAS-Lösungen. Bereits im dritten Quartal 2026 soll die Erprobung in einem Landes- und Bündnisverteidigungsszenario starten, erste Auslieferungen sind ab 2027 geplant.

Gerhard Heiming