In der Quartalsbilanz vom 6. Mai hat der Sensorspezialist Hensoldt auf die Vereinbarung zur Übernahme des niederländischen Optronik-Unternehmens Nedinsco hingewiesen. Mit dem Zukauf stärkt Hensoldt seine technologischen Fähigkeiten im Bereich elektrooptischer Sensorsysteme und sichert zugleich wichtige Lieferketten für europäische Verteidigungsprogramme ab. Nedinsco mit Standorten in Venlo und Eindhoven beschäftigt rund 140 Mitarbeitende und entwickelt unter anderem Periskope, Fahrersichtsysteme sowie Subsysteme für optronische Sensoren.
Strategischer Schritt
Die bereits im März vereinbarte Übernahme soll die Produktionskapazitäten erweitern, Innovationszyklen beschleunigen und die industrielle Präsenz von Hensoldt in Europa ausbauen. Besonders wichtig ist dabei die stärkere technologische Autonomie in sicherheitsrelevanten Bereichen sowie die Skalierung für große europäische Rüstungsprojekte. Darüber hinaus bringt Nedinsco zusätzliche Kompetenzen in Elektronik, Bildverarbeitung und Rapid Prototyping ein.
Hensoldt sieht die Akquisition als strategischen Schritt zur Stärkung der europäischen technologischen Souveränität und der eigenen Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Verteidigungsmarkt. Nach Abschluss der Transaktion, der für Mitte 2026 erwartet wird, soll Nedinsco Teil des Hensoldt-Optroniksegments werden.
Mitwirkung beim Fennek
Nedinsco hat in den vergangenen Jahren an der Lebensdauerverlängerung der niederländischen Fahrzeuge des deutsch-niederländischen Spähwagens Fennek mitgewirkt, in dem Optronic von Hensoldt verbaut ist (Z.B. Beobachtungs- und Aufklärungsanlage, BAA).
Gerhard Heiming


















