Interview mit Flottillenadmiral Christian Bock über das Innovationszentrum, Software‑getriebene Rüstungsprozesse und autonome Systeme 

Seit dem 2. Februar leitet Flottillenadmiral Christian Bock das neu geschaffene Innovationszentrum der Bundeswehr. Ziel der Einrichtung ist es, die Streitkräfte strukturell an die Logik moderner Innovations-und Softwarezyklen heranzuführen, zivile und militärische Technologieökosysteme zu verzahnen und Fähigkeitsentwicklung deutlich zu beschleunigen. Wie ernst es der Bundeswehr damit ist, zeigte sich zuletzt auch auf der XPONENTIAL 2026 in Düsseldorf: Mit dem German DroneDefence & Innovation Forum präsentierten sich die deutschen Streitkräfte Ende März selbstbewusst als international anschlussfähiger Akteur im Bereich unbemannter, vernetzter und autonomer Systeme.

Herr Admiral, was ist die grundlegende Idee hinter dem Innovationszentrum der Bundeswehr?

Das Innovationszentrum ist ein neues Element im Innovationsökosystem der Bundeswehr, zugleich aber auch ein verbinden-des. Es bringt zivile und militärische Innovationsräume gezielt zusammen, stets entlang konkreter militärischer Fähigkeitsbedarfe. Auslöser für seine Einrichtung war die Erkenntnis, dass sich Technologieentwicklungen, insbesondere im militärischen Kontext, massiv beschleunigt haben. Der Ukrainekrieg macht diese Dynamik mit aller Deutlichkeit sichtbar: Anpassungen erfolgen heute innerhalb weniger Wochen oder sogar Tage.