Die ungarische 4iG Space and Defence Technologies (4iG S&D) und die tschechische Czechoslovak Group (CSG) bauen ihre strategische Zusammenarbeit weiter aus. Im Zentrum steht der Einstieg von CSG bei Hirtenberger Defence Systems (HDS), einem österreichischen Spezialisten für Mörsersysteme und Munition.
Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt CSG eine Minderheitsbeteiligung von 49 Prozent an HDS, während 4iG S&D mit 51 Prozent Mehrheitseigner bleibt und die operative Kontrolle behält. Ziel der Partnerschaft ist es, Produktion und Exportaktivitäten auszubauen sowie gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsfähigkeiten zu stärken.
HDS verfügt über mehr als 160 Jahre Erfahrung und zählt zu den etablierten Anbietern im Bereich Mörsersysteme und -munition der Kaliber 60, 81 und 120 Millimeter. Durch die Integration in das Netzwerk der CSG, insbesondere unter Einbindung der Munitionskompetenzen der MSM Group, sollen Synergien entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen – von der Entwicklung bis zur Lieferkette.
Vor dem Hintergrund steigender europäischer Verteidigungsausgaben und wachsender Nachfrage nach Munition und Systemen zielt die Kooperation darauf ab, Produktionskapazitäten zu erweitern und die Versorgungssicherheit in Europa zu stärken. Neben dem bestehenden Standort in Österreich prüfen die Partner den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten, darunter eine mögliche Neuinvestition in Ungarn sowie ein Joint Venture in der Slowakei zur Unterstützung internationaler Vertriebs- und Montageaktivitäten.
Die Vereinbarung ist Teil einer umfassenderen Allianz zwischen 4iG S&D und CSG, die mehrere industrielle Projekte umfasst. Dazu zählen unter anderem die Zusammenarbeit im Fahrzeugbereich rund um Tatra-Plattformen sowie gemeinsame Fertigungsvorhaben mit RÁBA. In Győr wurde zuletzt ein Integrationsprogramm gestartet, bei dem HIMARS-Raketenwerfermodule auf Tatra-Fahrgestelle montiert werden.
Parallel dazu baut CSG auch seine Beteiligung im ungarischen Rüstungs- und Fahrzeugsektor aus und erwirbt im Zuge der Kooperation indirekt Anteile an RÁBA Automotive Holding. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen.
Mit der vertieften Zusammenarbeit entsteht ein zunehmend integrierter verteidigungsindustrieller Verbund in Mittel- und Osteuropa, der auf Skalierung, Exportfähigkeit und technologische Weiterentwicklung ausgerichtet ist.
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