Das israelische Verteidigungsministerium (IMOD) hat Elbit Systems mit der Herstellung und Lieferung von mehreren zehntausend Schuss 155-mm-Artilleriemunition beauftragt. Der Vertrag habe einen Auftragswert von 150 Millionen Schekel (umgerechnet 41 Millionen Euro), schreibt das Ministerium.
Die Munition werde in Elbit-Werken im ganzen Land hergestellt, wo bereits Tausende von Mitarbeitern auf Anweisung des Ministeriums rund um die Uhr in drei Schichten arbeiten. In einer umfassenden Strategie zielt das IMOD unter Leitung von Verteidigungsminister Israel Katz darauf ab, die Abhängigkeit von externen Munitionsquellen zu verringern und Israels heimische Verteidigungsproduktionsbasis auszubauen.
Offensichtlich verursachen die Landeinsätze des israelischen Heeres (Gaza, Iran, Libanon) einen hohen Munitionsverbrauch insbesondere bei Artilleriemunition, der in kurzer Zeit aufgefüllt werden soll. Allerdings ist die Bestellmenge nicht sehr hoch und scheint sich auf Geschosse ohne Treibladungen zu beziehen. Liefertermine hat das IMOD nicht angegeben.

Mehr Produktionskapazität für Elbit Systems
Anfang März hatte der Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor a. D. Amir Baram, gemeinsam mit Elbit Systems in einer Lagebeurteilung Möglichkeiten zur Erhöhung der Produktionskapazitäten erörtert, mit dem Ziel, den erwarteten Verteidigungsbedarf im Rahmen des laufenden Einsatzes im Iran sowie einer möglichen Ausweitung auf weitere Einsatzgebiete zu decken.
„Gemäß der Anweisung des Verteidigungsministers liegt der Fokus des Verteidigungsministeriums auf Luft- und Luftmunition. Monatelange Vorbereitung und frühzeitige Einsatzbereitschaft haben es den israelischen Streitkräften ermöglicht, im Iran und im Libanon nahezu uneingeschränkt zu operieren. Gleichzeitig arbeiten wir daran, die verbrauchte Munition wieder aufzufüllen, um für jedes Szenario gerüstet zu sein. Die Entscheidungen, die wir vor dem Einsatz zur Erweiterung und Beschleunigung der Produktionslinien in Israel getroffen haben, ermöglichen es uns nun, die Produktionsraten deutlich zu steigern“, erklärte Baram.
Gerhard Heiming
















