Dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages lagen am 25. März die Vorhaben Weltraumüberwachungsradar und AMRAAM-Lenkflugkörper in 25-Millionen-Euro-Vorlagen zur Entscheidung vor. Einer Information des BMVg vom 27. März zufolge wurden beide Vorhaben bewilligt.

Weltraumüberwachungsradar

Damit kann das BAAINBw jetzt den Vertrag zur Beschaffung von Weltraumüberwachungsradaren ändern und die Option 1 auslösen, mit der eine zweite Radaranlage hergestellt und installiert wird. Die Einrichtung wird um eine leistungsstarke Skalierung der Antennen erweitert. Diese Maßnahme gewährleistet eine sichere Anbindung des Systems an das Weltraumlagezentrum im niederrheinischen Uedem. Weitere Details zum Vorhaben sind hier verfügbar.

Insgesamt werde so die unabhängige nationale Fähigkeit zum Erstellen einer eigenen Weltraumlage und -überwachung deutlich gestärkt, schreibt das BMVg. Das Projekt wird aus dem Sondervermögen Bundeswehr und aus dem Verteidigungsetat finanziert werden.

Für das Kampfflugzeug F-35A kann die Bundeswehr eine zweite Tranche AMRAAM bestellen. (Foto: Björn Trotzki)

AMRAAM-Lenkflugkörper

Für die Beschaffung weiterer Luft-Luft-Lenkflugkörpern AMRAAM (Advanced Medium Range Air to Air Missile) kann das BAAINBw das Foreign Military Sales-Verfahren einleiten, mit dem die Waffensysteme über die amerikanische Regierung beschafft werden. Die Flugkörper dienen der Ausstattung der bestellten Kampfflugzeuge F-35A. Bisher sind mit dem Flugzeug zusammen schon 105 AMRAAM bestellt worden. Darüber hinaus hat die Bundeswehr fast tausend dieser Flugkörper bestellt, die ab 2026 zulaufen sollen. Die Eurofighter der Bundeswehr sind für den AMRTAAM zertifiziert.

Gerhard Heiming