Dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages berät in der Sitzung am 25. März eine 25-Mio.-Euro-Vorlage zur Beschaffung eines zweiten Weltraumüberwachungsradars für die Bundeswehr.
Im Dezember 2024 hatte das BAAINBw mit Indra Avitech einen Rahmenvertrag über die Beschaffung von Weltraumüberwachungsradaren (WRÜbwR) abgeschlossen und das erste Radar abgerufen. Dieses soll bis Ende 2028 geliefert und im Landkreis Vorpommern-Greifswald installiert werden. Als Option 1 ist der Aufbau ein zweiten WRÜbwR vereinbart, dass in Finnland oder Schweden stationiert werden soll. Diese Option mit einem damals angegebenen Auftragswert in Höhe von 92 Millionen Euro soll nach Billigung durch den Haushaltsausschuss abgerufen werden.
Fähigkeitsgewinn durch Weltraumüberwachungsradar
Das WRÜbwR versetzt das Weltraumkommando der Bundeswehr zukünftig in die Lage, einen erheblichen Anteil der Satelliten, sowie auch passive Objekte wie Weltraumschrott, präzise zu detektieren und ihre Bahnen kontinuierlich zu verfolgen. Es ist ein wesentliches Teilprojekt des künftigen Systems zur Weltraumüberwachung und wird für den permanenten Betrieb zur Detektion und Bahnverfolgung von Objekten im Low Earth Orbit (LEO) beschafft; also zur wetter- und tageszeitunabhängigen Erfassung von Umlaufbahnen mit 200 bis 2.000 Kilometern Höhe über der Erde. Damit soll das Weltraumkommando der Bundeswehr erstmalig zur eigenständigen und kontinuierlichen Erstellung eines Weltraumlagebildes im Low Earth Orbit (LEO) mit militärischer operationeller Sensorik befähigt werden.
Luft/Luft-Lenkflugkörper AMRAAM
Die zweite 25-Mio.-Euro-Vorlage des Tages befasst sich mit der Beschaffung von Luft/Luft Lenkflugkörpern AMRAAM für das Waffensystem F-35A. Bei der Bestellung des Waffensystems im Dezember 2022 waren bereits 105 AMRAAM bestellt worden. Advanced Medium-Range Air-to-Air Missiles (AMRAAM) sind als Bewaffnung für den Eurofighter eingeführt.
Die Version des Flugkörpers, über die die Luftwaffe bereits verfügt, kann auf bis zu vierfache Schallgeschwindigkeit beschleunigen und wird zur Bekämpfung von Luftzielen in mittlerer Reichweite genutzt, wie die Luftwaffe auf ihrem Internetauftritt schreibt. Der 3,66 Meter lange und 160 Kilogramm schwere Flugkörper nutzt einen Radarsuchkopf in Verbindung mit einem Radar-Annäherungszünder um sein Ziel zu finden.
2023 hat die Bundeswehr fast tausend AMRAAM bestellt, die ab 2026 zulaufen sollen.
Gerhard Heiming












