Mit 16 Prozent stieg der bereinigte Umsatz 2025 des Triebwerkherstellers MTU Aero Engines auf 8,7 Milliarden Euro und das bereinigte operative Ergebnis überproportional um 29 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand ist um drei Prozent 29,5 Milliarden Euro angewachsen. Das entspricht rechnerisch einer Auslastung von drei Jahren.
Umsatz- und Ergebnis-Plus
Das höchste Umsatzplus erzielte das Unternehmen in der Sparte zivile Instandhaltung (MRO): Der bereinigte Umsatz stieg um 18 Prozent auf sechs Milliarden Euro. Umsatzträger sind zivile Narrowbody- und Widebody-Antriebe sowie Industriegasturbinen.
Im zivilen Triebwerksgeschäft nahm der bereinigte Umsatz um 18 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu. Darin sind Antriebe für kommerzielle Flugzeuge wie die A320neo-Familie und der A220 von Airbus sowie 787 Dreamliner und 747-8 von Boeing enthalten.
Das Militärgeschäft stagnierte bei 614 Millionen Euro. Hauptumsatzträger war wie immer der Eurofighter-Antrieb EJ200. „Trotz eines starken vierten Quartals ist der Umsatz im Militärgeschäft hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Zurückzuführen ist das insbesondere auf anhaltende Lieferketten-Themen, die Umsatzverschiebungen zur Folge hatten“, erläuterte Renk-CFO Garcia Vila.
Prognose
Im laufenden Geschäftsjahr will MTU den bereinigten Umsatz bis in die Größenordnung 9,7 Milliarden Euro steigern mit steigenden Beiträgen aller Bereiche. Im Militärgeschäft erwartet die MTU einen Umsatzanstieg im mittleren Zehner-Prozentbereich. Für das Ergebnis erwartet MTU eine Steigerung um rund sieben Prozent auf bis zu 1,45 Milliarden Euro. Bis 2030 hat sich das Unternehmen ein Wachstum in den Bereich zwischen 13 Milliarden Euro und 14 Milliarden Euro vorgenommen.
Gerhard Heiming















