Wie das Kommando Heer (KdoH) im brandenburgischen Strausberg am 3. März berichtet, findet aktuell im Kernzeitraum Februar bis März die Großübung „Grand Quadriga 2026“ auf dem Truppenübungsplatz im niedersächsischen Bergen-Hohne statt. Die Luftlandebrigade 1 (LLBrig 1) „Saarland“, die der Division Schnelle Kräfte (DSK) unterstellt ist, trainiert zusammen mit Soldatinnen und Soldaten aus Italien, Spanien, Tschechien und der Türkei. Die LLBrig 1 gilt innerhalb des deutschen Heeres als „Vorreiter bei der Integration unbemannter Systeme“, so das KdoH.

In „Grand Quadriga 2026“ fließen Erfahrungen im Drohnenkampf aus dem russischen Angriffs- und Vernichtungskrieg gegen die Ukraine ein. Unterstützt werden die NATO-Soldaten deshalb durch ukrainische Ausbilder, die aktuelle Gefechtsszenarien vermitteln.

Angehörige des Fallschirmjägerregiments 31 greifen bei der Übung „Grand Quadriga 2026“ einen leichtgepanzerten Geländewagen vom Typ URO VAMTAC der spanischen Landstreitkräfte mit einer gelb-schwarzen Kleindrohne von rechts an.
Foto: Bundeswehr, Carl Schulze

Insbesondere für die Leichten Kräfte des Heeres wie die Fallschirmjäger eröffnen Unmanned Aerial Systems (UAS) neue Handlungsoptionen, „denn Drohnen sind hochmobil, vergleichsweise kostengünstig und schnell verfügbar“, so das KdoH. In Zusammenarbeit mit dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHBw) in Berlin wurden deshalb in den vergangenen Monaten Angehörige des Fallschirmjägerregiments 31 (FschJgRgt 31) aus dem niedersächsischen Seedorf, das der LLBrig 1 unterstellt ist, an verschiedenen Drohnensystemen ausgebildet. Diese UAS-Teams können Ziele außerhalb der direkten Sichtweite in mehreren Kilometern Entfernung bekämpfen.

Gerd Portugall