49 Millionen Franzosen wählen am 15. und 22. März ihre Kommunalparlamente. Nach Macrons riskanter Parlamentsauflösung und der Dauerkrise in Paris wird der Urnengang zum Seismografen für Senat und Bündnisse und zum ersten Stimmungstest auf dem Weg zur Präsidentschaftswahl 2027.

49 Millionen Französinnen und Franzosen sind wieder einmal aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Das ist diesmal keine Überraschung wie bei den vorgezogenen Parlamentswahlen Anfang Juli 2024, als Präsident Emmanuel Macron nur zwei Jahre nach den regulären Wahlen von 2022 zum Erstaunen aller Beobachter die Nationalversammlung aufgelöst hat, in der seine Partei schon damals über keine eigene Mehrheit mehr verfügte, aber immer noch stärkste Kraft war.

Emmanuel Macron steht vor entscheidenden Kommunalwahlen, die als wichtiger Stimmungstest für seine politische Agenda und die Machtverhältnisse vor der Präsidentschaftswahl 2027 gelten. (Foto: DVIDS / PDM 1.0)

Vom Überraschungscoup 2024 zur Blockade in Paris

Das Resultat dieses Überraschungscoups ist bekannt: Seine Landsleute haben sich nicht zu der klaren Entscheidung für seine Partei drängen lassen, wie er erhofft hatte, sondern dafür gesorgt, dass seine Freunde noch weiter verloren und sich seitdem in der Nationalversammlung drei etwa gleich große Blöcke gegenüberstehen, die tendenziell kompromissunfähig, zumindest darin ungeübt sind.