Hensoldt und das KI-Unternehmen Helsing haben am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) eine strategische Partnerschaft vereinbart. Erster konkreter Anwendungsfall ist das KI-gestützte autonome Kampfflugzeug „CA-1 Europa“, das nach Angaben der Partner auf nationale und europäische Technologie und Lieferketten setzen soll.

Kern der Zusammenarbeit ist die geplante Integration von Hensoldt-Sensorik in die CA-1. Vorgesehen sind Beiträge aus den Bereichen Radar, Optronik, Selbstschutz sowie elektromagnetische Kampfführung. Als „digitales Rückgrat“ soll zudem Hensoldts Softwaresuite MDOcore für multidimensionale Datenfusion, Vernetzung und Koordination dienen. In Kombination mit Helsings KI-Agent „Centaur“ soll das System Missionen autonom durchführen und Informationen sicher verarbeiten sowie domänenübergreifend bereitstellen.

Beide Unternehmen begründen die Kooperation mit der veränderten sicherheitspolitischen Lage und dem Bedarf, Sensordaten in sehr kurzer Zeit automatisiert auszuwerten und nutzbar zu machen. Zugleich betonen sie technologische Souveränität und europäische Lösungen.

Hensoldt und Helsing vereinbarten eine strategische Partnerschaft für KI-gestützte Luftkampfsysteme und das autonome Kampfflugzeug „CA-1 Europa“. Oliver Dörre (li.), Vorstandsvorsitzender von Hensoldt und Gundbert Scherf, Mitgründer und Co-CEO bei Helsing. Foto: Presse Helsing

Die Zusammenarbeit ist arbeitsteilig angelegt: Jeder Partner verantwortet die eigenen Technologiebeiträge. Hensoldt und Helsing verweisen außerdem auf eine bereits bestehende Zusammenarbeit mit Kongsberg im Space-Bereich. Ziel sei es, bis 2029 eine europäische, souveräne Satellitenkonstellation für Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung einschließlich vernetzter Kommunikationsebene aufzubauen.

In den kommenden Monaten sollen erste gemeinsame Demonstrationen vorbereitet und eng mit Kunden sowie Partnern abgestimmt werden.

jf