Die NATO Eurofighter and Tornado Management Agency (NETMA) hat auf Veranlassung der vier Eurofighter-Kernnationen die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH mit der Entwicklung, Erprobung und Zertifizierung des Aerodynamic Modification Kit (AMK) für den Eurofighter Typhoon beauftragt. Das hat der Eurofighter-Hersteller am 5. Februar mitgeteilt.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte am 5. November 2025 für den deutschen Anteil am Programm rund 170 Millionen Euro bereitgestellt. Das BMVg will mit der gebilligten Weiterentwicklung der Aerodynamik die Manövrierfähigkeit und Reichweite des Eurofighter bei Luft-Boden-Operationen erheblich verbessern sowie die Flexibilität bei Integration und Einsatz neuer Waffen erhöhen. Die beabsichtigten Maßnahmen sollen die Einsatzfähigkeit und das Einsatzspektrum des Waffensystems erweitern – beispielsweise bei Operationen im Bereich Elektronischer Kampf sowie beim Wirken in der Tiefe des Raumes.

Schnellere Integration neuer Waffen
Der Eurofighter-Metteilung zufolge ermöglicht das AMK eine schnellere Integration neuer Waffen und die Zertifizierung neuer Außenlasten, darunter künftige Anti-Radar-Raketen, mit denen feindliche Luftabwehrradare unterdrückt und zerstört werden können. Für die Kernkunden werden zusätzliche Fähigkeiten wie modernste Luft-Boden-Waffen und Luft-Luft-Raketen in die AMK-Variante integriert. Künftige Integrationen umfassen unter anderem die neueste Version von Stand-Off-Raketen.
Verbesserung der Luftkampfleistung
Darüber hinaus ebne das AMK auch den Weg für eine weitere Verbesserung der Luftkampfleistung des Jets – insbesondere durch eine verbesserte Zielerfassung und verbesserte Nahkampf-Fähigkeiten, schreibt Eurofighter. Diese Verbesserung werde durch Verlängerungen der Rumpfstreben, der Flaperons (Kombination von Landeklappe, Flap, und Querruder, Aileron) und der Vorderkante der Flügelwurzel erreicht, was zu einer spürbaren Erhöhung des maximalen Auftriebs durch die Flügel (Flügellift) führt.
Verbessern der langfristigen Leistungsfähigkeit
„Die Unterzeichnung des AMK-Vertrags ist ein wichtiger Meilenstein für das Eurofighter-Programm und verbessert die langfristige Leistungsfähigkeit des Jets weiter“, sagte Jorge Tamarit-Degenhardt, Chief Executive Officer von Eurofighter. Das AMK werde den Luftstreitkräften bei ihren Einsätzen einen enormen Schub verleihen, die Integration von Luft-Boden-Konfigurationen erheblich verbessern und eine größere Flexibilität beim Transport von Waffen bieten, während gleichzeitig die Flugleistung unterstützt wird, so der CEO weiter.
„Die Unterzeichnung des AMK-Vertrags ist ein bedeutender Erfolg für das Eurofighter-Programm, da er eine schnellere Waffenintegration, die Zertifizierung für schwerere Lasten und eine Reihe weiterer Verbesserungen ermöglicht“, ergänzte Air Vice Marshal (AVM) Simon Ellard (im Ruhestand), General Manager NETMA.
„Dieser Vertrag wird die Weiterentwicklung des Eurofighter Typhoon fortsetzen und spiegelt das Engagement des Programms für Innovation und die Bereitstellung der von unseren Luftstreitkräften benötigten Fähigkeiten wider.“
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