Das terrestrische Labor der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) wird mit einer Q/V‑Band-Satellitenbodenstation von SatService, einer Tochtergesellschaft der kanadischen Calian Group, ausgestattet. Einer Unternehmens-Mitteilung vom 10. Februar zufolge hat der Auftrag einen Wert von mehr als vier Millionen kanadischen Dollar (ca. 2,5 Millionen Euro). SatService werde dabei eine fortschrittliche Full-Service-Bodenstation für Satelliten im Q/V‑Band-Bereich zur Unterstützung von Satellitenkommunikation (SATCOM) für wissenschaftliche und moderne militärische Zwecke bereitstellen.

Die Vereinbarung sieht vor, dass SatService die Satellitenbodenstation, einschließlich eines 4-Meter-Hochleistungsantennensystems, entwirft, herstellt, testet und liefert. Nach Fertigstellung wird die Satellitenbodenstation im Q/V-Band-Frequenzbereich für Anwendungen im geostationären Orbit (GEO) betrieben. Diese Möglichkeit stehe der Universität aktuell noch nicht zu Verfügung, so SatService.

Das 4-Meter-Hochleistungsantennensystem der Satellitenbodenstation. (Foto: SatService)

Aufgabespektrum der Satellitenbodenstation

Die Satellitenbodenstation soll im terrestrischen Labor der Universität der UniBw M die Kommunikation im Q/V-Frequenzbereich zwischen GEO-Satelliten und Bodeneinrichtungen für wissenschaftliche Anwendungen unterstützen. Für die Offiziersausbildung steht eine Satellitenkonnektivität mit hohem Durchsatz zur Verfügung, mit der die zahlreichen operativen Vorteile von SATCOM erfahren und erprobt werden können. Zum Lernprogramm gehören auch die Steuerung der regionalen Abdeckung, der Datenkapazität und der Resilienz gegen Störungen, um einen optimalen Satellitenbetrieb zu gestalten.

Das System unterstützt SatService zufolge zudem C5ISRT (Command, Control, Communications, Computers, Cyber, Intelligence, Surveillance, Reconnaissance & Targeting), ein Konzept, das die Grundlage moderner militärischer Operationen bildet.

Satellitenkommunikation zum Schutz und zur Verteidigung der Souveränität

„Deutschland und die EU investieren stark in Satellitenkommunikationskapazitäten, um ihre Souveränität zu schützen und zu verteidigen. Der Zugang zu mehreren Frequenzbereichen ist ein entscheidender Bestandteil dieser Initiative“, erklärte Wilfried Megger, Geschäftsführer der SatService GmbH. „Bei der Arbeit mit Kunden wie der Universität der Bundeswehr kombiniert unser Team Jahrzehnte an Engineering-Erfahrung mit unseren Systemintegrationskompetenzen, um eine SATCOM-Lösung bereitzustellen, die auf die individuellen Anforderungen zugeschnitten ist.“

gwh