Hinter verschlossenen Türen: An einem geheim gehaltenen Ort mitten in Israel produziert Elbit Systems unbemannte Luftfahrzeige (Unmanned Aerial Vehicle/UAV) für die israelischen Streitkräfte. Die Fima stellt den Hauptanteil der israelischen Drohnen her. Die Bandbreite reicht von Mini-UAV für den Einsatz auf Bataillonsebene bis hin zum Starliner 900, der als einzige Drohne eine Zertifizierung hat, um autonom auf jedem, auch zivilen Flugplatz landen zu dürfen. Insgesamt sei es das „Largest Portfolio Worldwide“ an Drohnen, so die Firma.
Alle Produkte waren und sind im Einsatz, sie haben sich bewährt. So auch insbesondere die Hermes 450 und die leistungsstärkere Hermes 900, die beide im Iran sehr erfolgreich Jagd auf die Abschussrampen von Raketen machten. Die Israelis bezeichnen sie auch als „Stars over Iranian Sky“.
Für Amir B. , Vice President Marketing der UAV Business Unit von Elbit Systems Aerospace, ist besonders die Ein-Tonnen-Kategorie die ideale Balance zwischen operativer Effektivität und geringen Kosten. Im Video stellt er die Hermes 900 sowie die kleinere Hermes 650 (als Modell zu sehen) vor, die den Propellerantrieb vorne hat (Zugpropeller) und ungefähr die gleiche Nutzlast tragen kann.

Foto: Elbit Systems
Loitering Munition
Einen echten Gamechanger hat die Firma mit dem System SkyStriker entwickelt. Diese Loitering Munition kann nicht nur von einem Katapult oder einem Container aus, sondern auch durch den EuroPULS (Precise and Universal Launching System) verschossen werden.

Fotos: Elbit Systems
Im Februar vergangenen Jahres hatte das BAAINBw mit Elbit Systems einen Vertrag zur Beschaffung von fünf dieser Mehrfachraketenwerfer abgeschlossen. Die ersten Systeme sollen bereits im Jahr 2026 ausgeliefert werden.
Die maximale Reichweite dieser Loitering Munition liegt bei 250 Kilometern. Sie wird dann aufgrund der „Non-Line-of-Sight“ (Nicht-Sichtverbindung) über Satellitenkommunikation gesteuert. Eine direkte Sichtverbindung und damit direkt Steuerung über Funk ist bis zu 100 Kilometern möglich.
Insgesamt kann sie bis zu 140 Minuten in der Luft bleiben. Findet der SkyStriker kein Ziel, kehrt er zurück, landet per Fallschirm und kann wiederverwendet werden. Diese Möglichkeit wird insbesondere auch in der Ausbildung genutzt, um Kosten zu sparen.
Im Rahmen eines Aufklärungs- und Wirkungsverbundes kann der Skystriker bei Tag und Nacht eingesetzt und zusammen mit den anderen Munitionsarten des PULS effektive Wirkung in der Tiefe des Raumes erzielen.

Foto: KNDS Deutschland
Burghard Lindhorst
















