Rheinmetall hat mit seiner unbemannten Luftfahrtdrohne LUNA NG an einem Test der Bundeswehr im Gefechtsübungszentrum Heer in Sachsen-Anhalt teilgenommen, wie das Unterenhmen in einer Pressemitteilung vom 29. Januar meldet. Dabei wurde der sogenannte Aufklärungs- und Wirkverbund erprobt, bei dem unbemannte Systeme – Drohnen und Loitering Munition – von der Zielerkennung bis zur Wirkung vernetzt zusammenarbeiten, um Ziele schneller zu erkennen, zu markieren und zu bekämpfen.

Vernetzte Aufklärung und Wirkung

Die Bundeswehr testete erstmals ein Zusammenspiel ausschließlich unbemannter Systeme. Im Mittelpunkt stand dabei die LUNA NG, die innerhalb der Bundeswehr den Projektnamen HUSAR (Hocheffizientes Unbemanntes System zur Aufklärung mittlerer Reichweite) trägt. Das System wurde in das Command & Control Unmanned Management System der Bundeswehr (C2-UMS Bw) eingebunden, sodass es gemeinsam mit weiteren Drohnen oder Wirkmitteln im Verbund agieren kann. Die Drohne hat eine Flugzeit von über zwölf Stunden und eine maximale Flughöhe von bis zu 5.000 Metern und zeigte im Test eine hohe Aufklärungsleistung. Durch die Live-Sensorintegration entsteht für die Bodeneinheiten ein Lagebild in Echtzeit.

Bis 2027 ist die Einführung von insgesamt 20 Systemen LUNA NG (HUSAR) vorgesehen. (Foto: EMT)

Bundeswehr erweitert unbemannte Fähigkeiten

Mit der Erprobung knüpft die Bundeswehr an ihre Beschaffungsprogramme für unbemannte Aufklärungssysteme an: So ist geplant, insgesamt 13 HUSAR-Systeme zu beschaffen, um ältere Kleinfluggeräte zur Zielortung zu ersetzen und die Aufklärungsfähigkeiten zu modernisieren.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte dazu bereits grünes Licht gegeben und die entsprechenden Mittel freigegeben – die Auslieferung soll ab 2025 erfolgen und umfasst zwölf Einsatzsysteme sowie ein Ausbildungssystem, die das LUNA NG/B-System enthalten und über längere Reichweite und Echtzeitdatenübermittlung verfügen.

Auch weitere unbemannte Aufklärungssysteme wie das FALKE-Projekt mit senkrecht startenden Vector-Drohnen für die Heeresaufklärung ergänzen die Fähigkeiten der Bundeswehr, indem sie die taktische Aufklärung auf kurze Entfernungen verbessern.

Mit der erfolgreichen LUNA NG-Erprobung und der Einbindung in einen vernetzten Aufklärungsverbund untermauert die Bundeswehr ihre Anstrengungen, unbemannte Technologien stärker in operative Abläufe einzubinden und die Sensor-to-Shooter-Kette zu verkürzen.

ck